Rüstungsindustrie

KNDS-Börsengang: Berlin streitet über Höhe der staatlichen Beteiligung am deutsch-französischen Rüstungskonzern

Die Bundesregierung ringt um den Staatseinstieg bei dem Panzerbauer noch vor dem Börsengang. Es soll um nationale Sicherheitsinteressen gehen. Scheitert das Vorhaben?

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Ein Kampfpanzer Leopard 2 auf dem Werksgelände des Unternehmens KNDS.

Ein Kampfpanzer Leopard 2 auf dem Werksgelände des Unternehmens KNDS.

© Sven Hoppe

Die Bundesregierung bereitet laut einem internen Papier einen Einstieg beim deutsch-französischen Rüstungsunternehmen KNDS vor, bevor dieses im Juni 2026 an die Börse gehen soll. Hintergrund ist der Wunsch, nationale Sicherheitsinteressen zu wahren und zu verhindern, dass der Konzern unter die vollständige Kontrolle Frankreichs gerät. Ein Einstieg nach dem Börsengang gilt in Berlin nicht als Option, wie das Handelsblatt berichtet.

Frankreich und KNDS bestehen dem Bericht zufolge auf den Termin im Juni 2026. Der Zeitplan wird in der Bundesregierung als „extrem ambitioniert“ eingestuft, da zentrale Fragen weiterhin ungeklärt sind.

Uneinigkeit zwischen Verteidigungsministerium und Kanzleramt

Strittig ist insbesondere die Höhe der staatlichen Beteiligung. Das Verteidigungsministerium drängt auf einen Anteil von 40 Prozent und argumentiert, nur so lasse sich gegenüber Frankreich Augenhöhe sicherstellen. Das Wirtschaftsministerium und das Kanzleramt halten dagegen rund 30 Prozent für ausreichend.

Innerhalb der CDU werden zudem alternative Konstruktionen diskutiert, etwa vertragliche Vereinbarungen oder ein Stiftungsmodell. Ein zu hoher Staatsanteil wird dort als schädlich für die Entwicklung des Unternehmens bewertet.

KNDS war 2015 aus der Fusion des deutschen Panzerbauers Krauss-Maffei Wegmann mit dem französischen Rüstungshersteller Nexter hervorgegangen und produziert unter anderem den Kampfpanzer Leopard 2.

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