Koalitionsverhandlungen

Union und SPD wollen Mietpreise bremsen

Erschwingliche Mietwohnungen werden besonders in vielen Metropolen knapp. In den schwarz-roten Koalitionsverhandlungen haben sich die Fachpolitiker auf Instrumente geeinigt, die Mieter schützen sollen.

BLZ
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Diese Instrumente sollen zunächst auf fünf Jahre angelegt und auf ihre Wirkung überprüft werden. In welchen Städten die Maßnahmen greifen, sollen die Länder festlegen. Angespannte Wohnungsmärkte mit stark steigenden Mieten gibt es vor allem in begehrten Vierteln vieler Großstädte und etwa auch in Hochschulstädten.

Bauen, bauen, bauen

Der amtierende Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) sagte: «Die beste Antwort auf Wohnraumengpässe lautet: Bauen, bauen, bauen - auch in preiswerteren Mietsegmenten.» Dafür soll als Förderung die vor einigen Jahren ausrangierte degressive Abschreibung für Anlagen im Mietwohnungsneubau («degressive Afa») wieder eingeführt werden. Dies setze wichtige Anreize für Investoren.

SPD-Verhandlungsführer Florian Pronold sagte: «Die Rechte der Mieter werden deutlich gestärkt.» Bestehende Mieten sollen in angespannten Wohnungsmärkten künftig höchstens um 15 Prozent in vier Jahren steigen dürfen - bisher gilt dies für eine Frist von drei Jahren. Auch diese Maßnahme soll zunächst für fünf Jahre greifen.

Maklergebühren soll der Vermieter zahlen, wenn er den Makler einschaltet. Die Regeln, nach denen Vermieter Kosten energiesparender Sanierungen auf die Miete umlegen können, sollen zudem enger gefasst werden. (dpa)

Mieten in Berlin
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