Königswald soll es heißen
Häusler ist Ortsvorsteher des rund 3000 Einwohner zählenden Ortsteils. Dort, wo sich derzeit noch Ruinen befinden, sollen sich schon in zwei Jahren die Kräne drehen. Für 300 Millionen Euro − so der Plan − wird dort eine der größten Hotel- und Freizeitanlagen Brandenburgs entstehen. Das „Königswald-Resort“ soll eine Kapazität von 1800 Betten haben. „Das Projekt stößt hier auf große Zustimmung“, sagt Häusler. Zumal auch 150 neue Arbeitsplätze vorgesehen sind.
Die LogHomes Berlin Vermögensverwaltungsgesellschaft aus Ingolstadt hatte das 32 Hektar große Areal vor zehn Jahren erworben. Vor allem die Nähe zum zukünftigen Hauptstadtflughafen habe den Ausschlag gegeben, erzählt Geschäftsführer Fritz Kroll. Geplant sei, auf dem Gelände zwei Hotels mit zusammen 700 Zimmern, rund 250 Ferienhäuser, Freizeitanlagen und zwei Boardinghäuser mit Appartements zu errichten.
Die Planungen seien sehr weit vorangeschritten, sagt der Geschäftsführer Kroll. Den Namen „Königswald“ für die Anlage habe er sich ausgesucht. „Erstens liegt das Resort in Königs Wusterhausen und zweitens mitten im Wald“, sagt er. Zunächst aber muss das Projekt das Raumordnungsverfahren durchlaufen und der Bebauungsplan abgesegnet werden.
Optimismus allerorten
„Wir befinden uns gerade im Raumordnungsverfahren, das kurz vor dem Abschluss steht“, sagt Jens-Uwe Schade, der Sprecher des Infrastrukturministeriums in Potsdam. Am Ende werde es eine landesplanerische Stellungnahme zu dem Projekt geben, die im März da sein werde. „Es sieht eher nicht so aus, als würde es unüberwindbare Probleme geben“, sagt Schade.
Lutz Franzke, der SPD-Bürgermeister der Stadt Königs Wusterhausen, ist ebenfalls optimistisch. „Das Projekt hat hier eine hohe Akzeptanz, auch weil es kein Schnellschuss ist“, sagt Franzke. Er gehe davon aus, dass die Stadtverordneten noch vor den Kommunalwahlen, die im Mai dieses Jahres stattfinden, dem Bebauungsplan zustimmen werden. „Der Landkreis muss dann noch das Baurecht bestätigen. Ich denke, dass das bis zum vierten Quartal dieses Jahres geschehen sein könnte“, sagt Franzke. Dann könne ein Bauantrag gestellt werden, der dann spätestens im zweiten Quartal 2015 entschieden werde. „Bis dahin muss dann auch die Finanzierung stehen“, sagt der Bürgermeister. Die Stadt werde keine Bürgschaft übernehmen. Lutz Franzke geht davon aus, dass in zwei Jahren „etwas stehen“ wird. „Das wäre nicht nur wegen der Arbeitsplätze gut. Wir hätten die Chance, auch die Kontamination dieser Fläche weg zu bekommen.“
Der Bürgermeister sieht in den Plänen der LogHomes viel mehr als nur einen kühnen Plan. „Ich bin eigentlich ein Skeptiker, aber Fritz Kroll hat mich überzeugt und ich habe mir von ausgewiesenen Tourismusexperten bestätigen lassen, dass für das Resort durchaus ein Markt da ist.“
Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (SPD) freut es, dass auf diese Weise vielleicht nun endlich eine Brache wegkäme. „Königs Wusterhausen hat sich gut entwickelt, und es ist schön, wenn das auch auf Niederlehme ausstrahlt“, sagt er.
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