Berlin und Brandenburg

Kokain im Supermarkt - Elf Märkte betroffen

Gleich in elf Supermärkten in Berlin und Brandenburg landen am Donnerstag Kokain-Pakete. Noch sind viele Fragen ungeklärt. Die Gewerkschaft der Polizei zeigt...

dpa
2 Min
ARCHIV - In insgesamt elf Supermärkten wurde Kokain entdeckt (Archivbild)

ARCHIV - In insgesamt elf Supermärkten wurde Kokain entdeckt (Archivbild)

© Marcus Brandt/dpa

Die Beamten wurden nach eigenen Angaben am Morgen von Mitarbeitern der Filialen benachrichtigt. Demnach befanden sich die Pakete in Bananenkisten unter den Früchten. Nach Medienberichten waren vor allem Lidl-Märkte betroffen. Lidl in Deutschland stehe „bezüglich des Vorfalls im Austausch mit den zuständigen Behörden“, erklärte eine Lidl-Sprecherin auf Anfrage. Mit Blick auf das laufende Verfahren wolle man keine weiteren Angaben machen.

Kein Einzelfall

Die Gewerkschaft der Polizei zeigte sich derweil wenig erstaunt über den Fund. Es überrasche nicht, „dass ab und zu mal eine Lieferung abhandenkommt und im Supermarkt landet, zumal Obstkisten ohnehin ganz gern genutzt werden“, sagte der Berliner Landeschef der Gewerkschaft der Polizei, Stephan Weh, der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. „Wir erleben seit Jahren eine absolute Kokainschwemme.“ 

 „Der Preis auf der Straße ist stabil, der Reinheitsgehalt steigt immer weiter“, führte GdP-Landeschef Weh aus. Die jeweiligen Netzwerke aus Schmugglern und Dealern kalkulierten Verluste mit ein. „Sie sind verschmerzbar, wenn man den Gesamtgewinn sieht“, betonte Weh.

Funde wie dieser sind keine Einzelfälle: Im September vergangenen Jahres fand die Polizei in Groß Kreutz westlich von Potsdam rund 500 Kilogramm Kokain. Ein Großhändler für Obst und Gemüse informierte die Polizei, „nachdem bei der Anlieferung von Bananenkisten verdächtig aussehende Päckchen in der Ladung festgestellt wurden“, wie eine Sprecherin der Polizei erklärte. Die Bananen dienten laut Polizei als Tarnung der Kokain-Lieferung.

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