Der Schock saß tief. Wir waren morgens um 8 Uhr auf dem Weg zur Arbeit. Wir mussten nicht rennen, hatten es aber durchaus eilig. Doch dann sahen wir, dass die Schaufenster der Franz-Mehring-Buchhandlung in Friedrichshain fast vollständig leer geräumt waren. Nur ein Weihnachtskalender stand in jedem der großen Schaufenster. Wir blieben stehen und fragten uns: „Die müssen doch nicht etwa dichtmachen?“
Solche Ängste sind real. Überall müssen Buchläden aufgeben, nicht nur wegen der unbarmherzigen Konkurrenz im Internet durch Amazon und Co., auch wegen der verrückten Mieten. Letzteres trifft auch die Kneipen.
Kolumne
Gute Wirte sind wie gute Buchhändlerinnen – und beide sind in Gefahr
Berlin hat viel Kneipen und Buchläden. Unser Kolumnist freut sich, dass dort Menschen arbeiten, die es glücklich macht, andere glücklich zu machen.
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Wenn es nun um die Weihnachtsgeschenke geht, werden die Buchläden wieder voller.
© Frank Rumpenhorst/dpa