In der Komischen Oper streicht der Regisseur Evgeny Titov das Stück auf zwei pausenlose Stunden zusammen. Dadurch wird das gesamte Umfeld des Ödipus weitgehend eingedampft. Vater Lajos hat nur wenige Sätze zu singen, auch Kreon, erst Onkel, dann Schwager, schrumpft zu einer unbedeutenden Nebenrolle. Schließlich wirkt auch die Musik eigentümlich fragmentarisch, hier und da abgebrochen und unvermittelt.
Premiere
Komische Oper: Ein überragender Leigh Melrose in der Rolle des Oedipus
Evgeny Titov inszeniert mit George Enescus „Œdipe“ eine der interessantesten Opern des 20. Jahrhunderts: Die Saisoneröffnung ist gelungen.
4 Min
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Karolina Gumos als Jokaste, Mutter des Œdipe, und Leigh Melrose als Œdipe während der Fotoprobe für „Œdipe“ in der Komischen Oper Berlin
© imago/Martin Müller