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Kommentar

Galeries Lafayette macht dicht: Wie Feigheit die Friedrichstraße zerstörte

Mit dem großen Kaufhaus verlässt auch der letzte bedeutende Name die Friedrichstraße. Ein Sterben auf Raten, das nun hoffentlich ein Ende hat. Ein Kommentar.

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Schön sieht es aus im Dunkeln, das Kaufhaus Galeries Lafayette. Aber Ende nächsten Jahres ist damit Schluss. 

Schön sieht es aus im Dunkeln, das Kaufhaus Galeries Lafayette. Aber Ende nächsten Jahres ist damit Schluss. 

© F. Berger/imago

Die Ankündigung, dass das französische Kaufhaus Galeries Lafayette Ende kommenden Jahres seine Pforten schließen wird, hat nun wirklich niemanden überrascht. Schon seit längerer Zeit lief es nicht mehr gut für das Kaufhaus mit legendärem Namen an der Friedrichstraße.

Das Sortiment war zu beliebig und die Pandemie hat zwar dem Onlinehandel erneut zu Auftrieb verholfen, wohl aber kaum dem klassischen Kaufhaus mit seinem Sortiment aus Parfümerie, Bekleidung im höheren Preissegment und einer Lebensmittelabteilung. Letztere ist allerdings Spitzenklasse und wird wohl als einzige Abteilung schmerzlich vermisst werden. 

Ein bisschen von allem und nichts so richtig

Der eigentliche Grund für den Abgang ist allerdings die Tatsache, dass sich an der Friedrichstraße nun mal leider kein Einzelhandel dauerhaft behaupten konnte, von Ketten und Computerläden mal abgesehen – für das ganze Areal vom Checkpoint Charlie bis zur Friedrichstraße, den Gendarmenmarkt eingeschlossen, fehlt einfach ein stringentes Konzept: ein bisschen Fußgängerzone, dann wieder Autoverkehr, dann wieder Verkehrsberuhigung. Eigentlich klar, dass das nichts werden konnte. Es fehlen Wagemut und auch die Courage, es sich mit jemandem verscherzen zu können. Denn eines kann man sicherlich nicht: es allen recht machen.

Doch genau das wollte man an der Friedrichstraße und das ist nun final gescheitert. Jetzt schließt das französische Kaufhaus auch noch und dann besteht vielleicht die Möglichkeit, von vorn zu beginnen. Vielleicht könnte die Friedrichstraße eine Art Gastromeile werden. Immerhin gibt es zwei Lindner-Filialen, das berühmte Bocca di Bacco und die Confiserie Neuhaus. Als Shoppingmeile ist die Berliner Friedrichstraße jedenfalls gescheitert.

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