Erinnern wir uns zunächst an den Juni 2021. Die deutsche Nationalmannschaft soll die freiheitlich-queere Republik gegen Ungarn bzw. hauptsächlich gegen Viktor Orbán verteidigen. Münchens Oberbürgermeister will die Allianz-Arena in Regenbogenfarben erstrahlen lassen, das Rathaus soll beflaggt werden.
Das Spiel ging am Ende unentschieden aus. Und unentschieden ist auch die deutsche Außenpolitik in Bezug auf Ungarn. Ein Anlass, der die deutsch-ungarischen Beziehungen zu Gulasch zermatschte, war das „schwulenfeindliche Zensurgesetz“ (Der Spiegel). Ich will darauf gar nicht lange eingehen. Nur – ich bin schwul. Ich kenne drei schwule Ungarn, keiner von ihnen meckert über das Leben dort. Im Gegenteil, sie fühlen sich sicher. Nun ist das aber so eine Sache mit der anekdotischen Evidenz. Deshalb vielleicht noch dieses: Mir ist nicht bekannt, dass massenhaft Mitglieder der LGBTI+-Community von Ungarn nach Deutschland geflüchtet wären.
Geopolitik
Kommentar: Von Weidels Umgang mit Orbán kann die deutsche Politik lernen
Das Verhältnis zwischen Ungarn und Deutschland ist schon lange in einer Schieflage. Das nutzt jetzt Alice Weidel – und die AfD-Kanzlerkandidatin macht dabei vieles richtig.
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Staatsmännisch in Budapest: Viktor Orbán empfängt Alice Weidel.
© MTI/AP