Denn der neue Masterplan ist darauf bedacht, Autofahrer zu schonen. Kaum zu glauben, dass während der 90er-Jahre unter CDU-Senatoren Konzepte entwickelt wurden, die vorsahen, das gesamte Zentrum für Fahrzeuge mit schlechten Abgaswerten zu sperren. Im Vergleich dazu wirkt der nun beschlossene Plan wie ein Minimalprogramm – was auch an gerichtlichen Vorgaben liegt.
So summieren sich die Dieselfahrverbote lediglich auf 2,9 Kilometer. Der kürzeste ist 150 Meter lang – aufs Gaspedal tippen, und er liegt hinter einem. Die Polizei hat bereits signalisiert, dass selbst für diesen kleinen Teil des Straßennetzes kaum Kontrollen möglich seien. Allerdings ist das auch umständlich, so lange es keine blaue Plakette gibt, mit der sich „saubere“ Autos kennzeichnen ließen.
Festzuhalten ist auch, dass es von den Fahrverboten einige Ausnahmen geben wird. Dass der Senat zudem den Verkehr durch Ampelschaltungen flüssiger machen will, wird viele Autofahrer sogar freuen. Unterm Strich lässt sich also sagen: So schlimm wird es für sie nicht werden. Dagegen müssen ausgerechnet Menschen, die klimafreundlich mit der BVG unterwegs sind, mit Nachteilen rechnen. Denn auf den Tempo-30-Abschnitten werden auch Linienbusse gebremst.
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