Kommentar zur Siegessäule in Berlin

Ja zur Berliner "Goldelse"

Die Siegessäule mit ihrer "Goldelse", wie die Siegesgöttin genannt wird, erinnert an die drei deutschen Einigungskriege. Über deren Abriss stritt man sich schon im letzten Jahrhundert. Doch unser Autor will das Denkmal in Tiergarten nicht gesprengt sehen.

Mathias Raabe
2 Min
Viktoria, die Siegesgöttin - der Berliner nennt sie auch "Goldelse" - thront auf der Siegessäule.

Viktoria, die Siegesgöttin - der Berliner nennt sie auch "Goldelse" - thront auf der Siegessäule.

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„Die Goldelse oben drauf ist eine unproportionierte saublöde Figur“, so Geißler. Natürlich kann man über die Darstellung der Viktoria – der Siegesgöttin – streiten. Und auch darüber, dass die Siegessäule an die drei deutschen Einigungskriege erinnert. Dass auf diese Einigung für Europa wenig Gutes kam, ist bekannt. Wir erinnern uns an den Ersten und Zweiten Weltkrieg mit Millionen Toten.

Bereits in der Novemberrevolution 1918 gab es erste Stimmen, die den Abriss des Denkmals forderten, und die französische Besatzungsmacht verlangte das auch nach der deutschen Niederlage 1945. Die „Goldelse“ blieb stehen. Sie ist inzwischen selbst Geschichte. Alles andere wäre Bilderstürmerei.

Dass es aber in Berlin immer noch keine Straße gibt, die an den Politiker Matthias Erzberger erinnert, findet Geißler einen Skandal. Und hier hat der CDU-Mann wirklich recht. Schließlich hatte Erzberger 1918 den Waffenstillstand von Compiégne unterzeichnet und damit den Ersten Weltkrieg beendet.

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