Konzert

So fremd, so wild, so einzigartig: „La Sainte Face“ beim Musikfest Berlin

Auf dem Musikfest wurde 16 Jahre nach ihrem Tod ein großes Werk von Yvonne Loriod uraufgeführt. Eine Entdeckung, für manche eine Überforderung.

Peter Uehling
Peter Uehling
5 Min
Die Komponistin Yvonne Loriod 1971 bei einem Konzert in München. Jetzt konnte man ihr Werk „La Sainte Face“ zum ersten Mal überhaupt hören, beim Musikfest Berlin.

Die Komponistin Yvonne Loriod 1971 bei einem Konzert in München. Jetzt konnte man ihr Werk „La Sainte Face“ zum ersten Mal überhaupt hören, beim Musikfest Berlin.

© Werner Neumeister/Imago

Am Sonnabend führte das WDR-Sinfonieorchester in der Philharmonie im Rahmen des Musikfestes Berlin eine Partitur zum ersten Mal auf, die 80 Jahre lang in einem Schrank gelegen hatte, im Schrank von Olivier Messiaen und seiner Frau Yvonne Loriod.

Während er als einer der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts gilt, hatte sie bislang einen Namen als Ausnahme-Pianistin – die Partitur indes hatte sie geschrieben, 1945, mit 21 Jahren als Studentin ihres späteren Mannes, und wer die katholisch-mystischen Ekstasen ihres Gatten schon für extrem hielt, wird hier noch einmal anders über Extreme und Ekstasen nachzudenken haben.

Mit einem Abo weiterlesen

Sie haben bereits ein B+ Abo?

*