Nach eineinhalb Jahren blutiger Kämpfe hat die Armee der Demokratischen Republik Kongo die Rebellen der M23-Bewegung besiegt. Die letzten Hochburgen der Gruppe seien jetzt in der Hand der Streitkräfte, teilte die Regierung in Kinshasa mit. Die Rebellen hätten sich an einen unbekannten Ort zurückgezogen und zuvor sämtliche Ausrüstung, Autos und Munition in Brand gesteckt.
Die Miliz gestand ihre Niederlage ein. „Wir haben beschlossen, unsere Rebellion zu beenden und auf rein politischer Ebene weiter nach Lösungen zu suchen“, hieß es am Dienstag in einer von M23-Präsident Bertrand Bisimwa unterzeichneten Mitteilung. Die Gewalt im rohstoffreichen Osten des riesigen Landes hatte mehr als 100.000 Menschen in die Flucht geschlagen.
Noch am Montag hatten Rebellen zehn Menschen getötet, als sie mehrere Orte in der Nähe der Stadt Bunagana unter Beschuss nahmen. Zuvor hatte Bisimwa aber bereits einen einseitigen Waffenstillstand erklärt und seine Männer aufgefordert, „alle Feindseligkeiten mit den Streitkräften der Demokratischen Republik Kongo einzustellen“.
Die Rebellen gehören überwiegend der Volksgruppe der Tutsi an. Sie hatten der Regierung in Kinshasa vorgeworfen, Zusagen aus einem 2009 geschlossenen Friedensvertrag mit Aufständischen im Osten Kongos nicht erfüllt zu haben. Die M23 soll von den Regierungen Ugandas und Ruandas unterstützt worden sein. (dpa)
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de