Der frühere Fußball-Nationalspieler der DDR, Konrad Weise, hat das Verhalten und das Auftreten des verstorbenen Fußballidols Franz Beckenbauer gelobt. Weise, heute 72 Jahre alt, stand beim denkwürdigen 1:0-Sieg der DDR 1974 gegen die Bundesrepublik als Innenverteidiger auf dem Feld, deckte den Stürmer Gerd Müller.
Weise sagte der Berliner Zeitung am Mittwochabend: „Beckenbauer und seine Mannschaftskollegen haben die Niederlage fair akzeptiert. Wir haben Trikots getauscht. Beckenbauer hat uns DDR-Nationalspieler mit Anstand und Würde behandelt.“ Weise erinnert sich: „Wir waren eigentlich eine Klasse tiefer, haben alles aus uns herausgeholt und dann doch gewonnen.“ An Zweikämpfe gegen Beckenbauer erinnert sich Konrad Weise nicht mehr: „Mit Gerd Müller hatte ich genug zu tun“.
Konrad Weise: Der 1:0-Sieg hat beiden Mannschaften geholfen
Der 72-Jährige findet, dass der 1:0-Sieg damals beiden deutschen Mannschaften sehr geholfen habe. „Wir als DDR-Mannschaft haben gesehen, was alles möglich war. Für die BRD-Mannschaft war es ein wichtiger Warnschuss.“ Am Ende wurde die BRD schließlich Weltmeister.
Konrad Weise spielte 1974 im blauen Trikot mit der Nummer 4 gegen die BRD-Auswahl. Beckenbauer trug das weiße Trikot mit der 5.
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Auch wegen Franz Beckenbauer gelang der WM-Sieg, findet Konrad Weise: „Er ist einer der Besten in der Fußballgeschichte. Was er getan und gemacht hat, gehörte zum Größten im Fußball überhaupt. Dass er schon so früh von der Bühne gegangen ist, hat mich erschrocken. Ich bin traurig.“ Bereits am Dienstag haben die früheren DDR-Nationalspieler Hans-Jürgen Kreische, Lothar Kurbjuweit, Peter Ducke und Harald Irmscher in der Berliner Zeitung an Beckenbauer erinnert. Dieser war am Sonntag im Alter von 78 Jahren gestorben. Zu Ehren der Bayern-Ikone war auf der erleuchteten Außenhülle der Allianz-Arena, in der am 19. Januar eine große Gedenkfeier stattfinden soll, am Dienstagabend erstmals der Schriftzug „Danke Franz“ zu lesen. Der Tod des früheren Weltmeisters hat große Anteilnahme ausgelöst.
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