Die Konsumlaune in Deutschland bleibt gedämpft: Obwohl die Menschen mit steigenden Einkommen rechnen, halten sie ihr Geld zusammen, statt es auszugeben. Das geht aus dem aktuellen Konsumklimaindex der Marktforschungsunternehmen GfK und NIM hervor.
Laut der im Februar durchgeführten Umfrage hat die Sparneigung den höchsten Wert seit der Finanzkrise 2008 erreicht. Die Bereitschaft, größere Anschaffungen zu tätigen, bleibt dagegen gering.
Die Marktforscher führen dieses Verhalten auf die angespannte weltpolitische Lage und wirtschaftliche Unsicherheiten zurück. Viele Menschen blickten skeptisch in die Zukunft und legten ihr Geld deshalb lieber auf die hohe Kante, anstatt es für Konsum auszugeben, so die Erhebung.
Steigende Einkommen, aber kein Kaufimpuls
Bemerkenswert ist die Diskrepanz zwischen Einkommenserwartung und Konsumbereitschaft: Die befragten Personen gehen zwar davon aus, dass ihre Einkommen steigen werden – dennoch schlägt sich das nicht in einer höheren Kauflust nieder. Stattdessen überwiegt offenbar das Bedürfnis nach finanzieller Absicherung.
GfK und NIM befragen monatlich 2000 Menschen zu ihren Erwartungen und Konsumplänen. Der daraus resultierende Konsumklimaindex gilt als wichtiger Indikator für die Entwicklung der privaten Nachfrage in Deutschland – und damit auch für die gesamtwirtschaftliche Lage.
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