Krankenversicherung

Krankenkasse verschwindet: Über 200.000 Versicherte in Berlin und Brandenburg betroffen

Die IKK Brandenburg und Berlin geht in der IKK gesund plus auf. Bundesweit stehen vier weitere Fusionen an – Minister Linnemann will noch mehr.

5 Min
Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) kann sich eine GKV mit nur zehn Krankenkassen vorstellen.

Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) kann sich eine GKV mit nur zehn Krankenkassen vorstellen.

© Christoph Soeder/dpa

Der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) könnte eine Welle von Fusionen bevorstehen. Voraussichtlich zum 1. Oktober verschwindet in Berlin eine Krankenkasse mit rund 211.000 Versicherten: Die IKK Brandenburg und Berlin mit Sitz in Potsdam geht in der IKK gesund plus aus Magdeburg auf. Die Verwaltungsräte beider Kassen haben dem Zusammenschluss Anfang Juli zugestimmt, das Bundesamt für Soziale Sicherung muss ihn noch genehmigen.

Ursprünglich war die Fusion für Anfang 2027 vorgesehen, nun könnte es schneller gehen. Die vereinigte Kasse trägt den Namen IKK gesund plus, kommt auf rund 636.000 Versicherte und gehört damit zu den 25 größten des Landes.

Für die Versicherten in Berlin und Brandenburg sinkt der Zusatzbeitrag von 4,35 auf 3,39 Prozent. Auf den Wert, den die Magdeburger Kasse aktuell erhebt. Die günstigste bundesweite Kasse, die BKK firmus, verlangt 2,18 Prozent. Betriebsbedingte Kündigungen schließen beide Kassen aus, die Geschäftsstellen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Bremen sollen erhalten bleiben.

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