Interview

Kreml-Politologe: „Ukraine-Krieg transformiert sich zum Vaterländischen Krieg gegen den Westen“

Der russische Analyst Dmitri Trenin erklärt im Gespräch, warum Moskau nicht mehr auf Vermittlung der USA setzt und eine neue globale Konfrontation erwartet.

13 Min
Nach dem Treffen von Trump und Putin in Alaska flammte Hoffnung auf ein rasches Kriegsende auf.

Nach dem Treffen von Trump und Putin in Alaska flammte Hoffnung auf ein rasches Kriegsende auf.

© Artyom Geodakyan/imago

Die Hoffnung auf eine politische Verständigung zwischen Russland und dem Westen ist aus Sicht von Dmitri Trenin endgültig gescheitert. Im Gespräch mit dieser Zeitung analysiert der russische Außenpolitikexperte die Folgen des Scheiterns des sogenannten „Trump-Plans“ von 2025 und beschreibt eine neue Phase der Konfrontation. Noch im Dezember 2025 hatte Trenin eine „Architektur der Trennung“ zwischen Russland und dem Westen als mögliches Ordnungsmodell skizziert – inzwischen zeichnet er ein deutlich düstereres Bild: einen Konflikt, der seiner Einschätzung nach längst über den Krieg in der Ukraine hinausweist.

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