Oberhavel

Unbekannte werfen Brandsätze auf Flüchtlingsheim

Ein lauter Knall in der Nacht - und plötzlich brennt es vor der Unterkunft.

BLZ
2 Min
Zwei Brandsätze wurden auf das Gelände einer Asylunterkunft in Kremmen geworfen. (Symbolbild)

Zwei Brandsätze wurden auf das Gelände einer Asylunterkunft in Kremmen geworfen. (Symbolbild)

© imago

Ein lauter Knall habe den Wachschutz alarmiert, sagte eine Polizeisprecherin. Einer der beiden Brandsätze hatte sich auf dem Rasen entzündet, der Wachschutz bekämpfte ihn schnell mit einem Feuerlöscher. Der zweite Brandsatz entzündete sich nicht.
Die Polizei setzte eine Ermittlungsgruppe ein. Zunächst würden Zeugen befragt, sagte die Sprecherin. „Vielleicht hat jemand etwas gesehen.“

Es sei jetzt viel akribische Arbeit erforderlich, ergänzte ein Sprecher des Polizei-Lagedienstes am Samstagnachmittag.
Kremmens Bürgermeister Sebastian Busse sprach von einem Anschlag auf die Stadt. Er hoffe, dass die Täter so schnell wie möglich ermittelt würden, sagte der CDU-Politiker der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“.

Auch der Bundestagsabgeordnete der Linken, Harald Petzold, verurteilte die Tat als „feige und brutal“. „Wer nachts die Häuser schlafender Menschen mit Brandsätzen angreift, greift das Leben dieser Menschen selbst an“, erklärte Petzold, der seinen Wahlkreis an der Oberhavel hat.

Die Asylunterkunft in Kremmen besteht aus mehreren Häusern, die auf einem eingezäunten Grundstück an der Berliner Straße liegen. Seit Oktober 2016 leben dort Flüchtlinge, nach Angaben der Polizei sind es derzeit etwa 70. (dpa)

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