Es soll aber auch um die Zukunft des Hauses gehen, in dem früher Klaviere gebaut wurden. Denn für den Gründer Matthias Koch, einen Lehrer aus Mülheim an der Ruhr, der viel Geld geerbt hat und am Moritzplatz rund 20 Millionen Euro investierte, ist der erste Bauabschnitt lange nicht der letzte. Nachdem die vier Etagen nun voll vermietet sind, herrscht weiterer Platzbedarf. „Wir haben Anfragen von Galeristen, Fotografen und Architekten“, sagt Haussprecherin Annette Kusche.
Ein Musikhändler zieht im kommenden Jahr in das östlich ans Haus grenzende frühere Elsner-Druckhaus. Ab Anfang 2013 soll zudem ein Neubau die Lücke zwischen Aufbau-Haus und Elsner-Gebäude schließen. Ende 2014 soll das 8-Millionen-Euro-Projekt fertig sein, dann bezieht eine Design-Hochschule den Neubau. Beim Tag der offenen Tür werden erste Entwürfe gezeigt.
Während es auf der einen Seite des Platzes also floriert, bangt der Prinzessinnengarten gegenüber um seine Existenz. Im Herbst 2013 läuft der Mietvertrag aus, was danach passiert, ist unklar. Das landeseigene Grundstück soll verkauft werden. Es wird zunehmend attraktiver für Investoren, seit das Aufbau-Haus Leben an den Moritzplatz bringt.
Ein Jahr Aufbau-Haus: Sa 10–20 Uhr, Prinzenstr. 85, Eintritt frei.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de