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Krieg in Nahost

Dritte Gruppe von Hamas-Geiseln frei: Eine Frau schwebt in Lebensgefahr

Am Sonntag seien 13 Israelis, drei Thailänder und ein russischer Staatsbürger freigelassen worden. Eine ältere Frau sei in einem lebensbedrohlichen Zustand.

Team News AFP/dpa/BLZ
3 Min
Ein Fahrzeug des Roten Kreuzes fährt mit freigelassenen Geiseln in Richtung Grenzübergang zwischen dem Gazastreifen und Ägypten. 

Ein Fahrzeug des Roten Kreuzes fährt mit freigelassenen Geiseln in Richtung Grenzübergang zwischen dem Gazastreifen und Ägypten. 

© Fatima Shbair/AP

Während der mehrtägigen Feuerpause im Gaza-Krieg sind seit Freitag insgesamt 58 Geiseln aus der Gewalt der Terrororganisation Hamas freigekommen. Die Hamas schrieb bei Telegram, es seien 13 Israelis, drei Thailänder und ein russischer Staatsbürger freigelassen worden. Der Russe besitzt offenbar die israelische und die russische Staatsbürgerschaft. Deshalb gab es unterschiedliche Angaben über die Zahl der heute freigelassenen Israelis.

Eine am Sonntag von der islamistischen Hamas freigelassene Geisel schwebt Medienberichten zufolge in Lebensgefahr. Die 84-jährige Frau sei in einem lebensbedrohlichen Zustand in eine israelische Klinik gebracht worden, berichteten mehrere israelische Medien unter Berufung auf das Krankenhaus in Beerscheba. Mitarbeiter des Roten Kreuzes hatten die Frau zuvor aus dem Gazastreifen zur Grenze nach Israel transportiert. Von dort wurde sie wegen ihres schlechten Zustands mit einem israelischen Hubschrauber direkt ins Krankenhaus geflogen.

Im Gegenzug zu den 17 freigelassenen Geiseln vom Sonntag wurden wie am Vortag erneut 39 palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen entlassen werden. Sie wurden im Laufe des Abends aus mehreren Gefängnissen entlassen, wie die israelische Gefängnisbehörde am Sonntagabend mitteilte. Palästinensischen Berichten zufolge handelte es sich um 39 männliche Jugendliche unter 19 Jahren. Bereits am Freitag und Samstag waren insgesamt 26 israelische Geiseln zusammen mit 14 thailändischen Staatsbürgern und einem Philippiner freigekommen.

Eine erste Gruppe von Geiseln aus dem Gazastreifen war demnach am Freitag freigelassen worden. Unter den 13 Israelis waren vier Doppelstaatler, die auch die deutsche Staatsbürgerschaft haben sowie mehrere Kinder und Frauen über 70 Jahren. Die Freilassung der zweiten Gruppe Geiseln am Samstag verzögerte sich um einige Stunden. Sie kam nach Angaben aus Doha erst nach dem Eingreifen der Vermittler Katar und Ägypten zustande. Es kamen 17 Geiseln frei, darunter ebenfalls vier deutsche Doppelstaatler. Im Gegenzug wurden an beiden Tagen palästinensische Gefangene aus israelischen Gefängnissen freigelassen.

Die Freude über die Freilassung war am Wochenende groß, wurde allerdings getrübt durch die Sorge um die weiter in Gefangenschaft verbleibenden Menschen. In Israel wird davon ausgegangen, dass noch knapp 180 Geiseln in den Händen der Hamas sind. 

Feuerpause zwischen Hamas und Israel: Das wurde noch vereinbart 

Israel und die Hamas hatten sich nach langwierigen Verhandlungen unter Vermittlung von Katar, den USA und Ägypten auf eine viertägige Feuerpause geeinigt. Die Vereinbarung sieht unter anderem vor, dass insgesamt 50 israelische Geiseln sowie 150 palästinensische Gefangene freigelassen werden sollen.

Erstmals seit Beginn des Krieges zwischen Israel und der Hamas infolge deren brutalen Überfalls am 7. Oktober reiste der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in den Gazastreifen. Zu den dort stationierten Soldaten sagte er, Israel werde „bis zum Ende weitermachen - bis zum Sieg“. „Nichts wird uns aufhalten, und wir sind überzeugt, dass wir die Macht, die Stärke, den Willen und die Entschlossenheit haben, alle Kriegsziele zu erreichen, und das werden wir auch“, sagte Netanjahu in einem von seinem Büro veröffentlichten Online-Video.

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