Kriminalität

Alexanderplatz: Fahrgast zeigt Zivilcourage – Männer prügeln ihn krankenhausreif

Der 37-Jährige eilte Frauen zur Hilfe, die von drei Männern in der S-Bahn belästigt wurden. Als er das Trio ansprach, eskalierte die Situation.

Team News David Vilentchik dvi
2 Min
Am Bahnhof Alexanderplatz ist ein Fahrgast Opfer eines brutalen Angriffs geworden.

Am Bahnhof Alexanderplatz ist ein Fahrgast Opfer eines brutalen Angriffs geworden.

© Eibner/imago

Drei Männer haben in der Nacht zu Sonntag einen Reisenden in Berlin-Mitte verprügelt. Wie die Bundespolizei am Montag mitteilte, habe der 37-jährige Deutsche zwei Frauen in der S-Bahn helfen wollen.  Gegen 3.15 Uhr war der Mann zunächst in einer S-Bahn zwischen Jannowitzbrücke und Alexanderplatz auf einen Fahrgast aufmerksam geworden, der zwei junge Frauen gegen ihren Willen mit seinem Handy fotografiert haben soll. Als er diesen aufforderte, damit aufzuhören, sollen der 39-jährige Georgier und seine beiden Begleiter unvermittelt auf ihn eingeschlagen haben.

Daraufhin flüchtete der Mann am Bahnhof Alexanderplatz aus der S-Bahn. Die Angreifer folgten dem Opfer und schlugen es auf dem Bahnsteig eine Glasflasche auf den Kopf, sodass er zu Boden ging. Anschließend schlugen sie gemeinschaftlich mit Fäusten weiter auf ihn ein. Alarmierte Einsatzkräfte nahmen die drei 25 bis 39 Jahre alten Georgier vorläufig fest.

Trio prügelt auf Berliner Fahrgast ein: Dies gilt bei Zivilcourage zu beachten

Das Opfer erlitt Prellungen im Kopfbereich, woraufhin Rettungskräfte ihn in ein Krankenhaus brachten. Die Bundespolizei leitete Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ein. Wenig später kam das Trio auf freien Fuß.

Beim Zeigen von Zivilcourage gilt höchste Vorsicht: Die Bundespolizei teilt mit, dass die eigene Sicherheit nicht gefährdet werden dürfe. „Helfen Sie, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen“, heißt es. Demnach empfiehlt die Behörde, weitere Helfer direkt anzusprechen. Alternativ soll laut angekündigt werden, dass Hilfe kommt. Dies könne bereits dazu beitragen, dass vom Opfer abgelassen werde. Zudem soll der Helfer unbedingt die Polizei verständigen, nachdem dieser sich um Unterstützung gekümmert hatte.

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