El Salvador

Illegale Einreise: Trump-Ministerin posiert vor halbnackten Gefangenen

Bei dem Besuch eines Großgefängnisses in El Salvador richtet die Ministerin ihre Worte an Einwanderer.

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US-Heimatschutzministerin Kristi Noem vor einem Gefängnis in El Salvador

US-Heimatschutzministerin Kristi Noem vor einem Gefängnis in El Salvador

© Alex Brandon/AFP

US-Heimatschutzministerin Kristi Noem hat irreguläre Migranten bei einem Besuch in El Salvador davor gewarnt, sich auf den Weg in die USA zu machen – und sich dabei offenbar vor oberkörperfreien Gefangenen in einem berüchtigten Gefängnis postiert. „Kommen Sie nicht illegal in unser Land. Sie werden ausgewiesen und strafrechtlich verfolgt“, sagte Noem bei einem Besuch in dem Großgefängnis in dem mittelamerikanischen Land, wohin zuletzt aus den USA abgeschobene venezolanische Migranten gebracht worden waren.

„Sie sollten wissen, dass diese Einrichtung eines der Instrumente in unserem Werkzeugkasten ist, die wir einsetzen werden, wenn Sie Verbrechen gegen das amerikanische Volk begehen“, warnte Noem mit Blick auf die Justizanstalt, während im Hintergrund die mutmaßlichen Gefängnisinsassen hinter Gittern zu sehen waren. „Ich möchte auch, dass jeder weiß, dass dies eine der Konsequenzen ist, wenn man illegal in unser Land kommt“, so Noem.

El Salvador ist die erste Station von Noems Reise nach Mittel- und Südamerika. Nach einem Treffen mit El Salvadors Präsident Nayib Bukele wollte die Ministerin zudem nach Kolumbien und Mexiko weiterreisen. Im Vorfeld ihrer Reise nach El Salvador hatte Noem erklärt, die Abschiebungen der Venezolaner hätten „die Botschaft an die Welt geschickt, dass die USA kein sicherer Rückzugsort für gewalttätige Kriminelle sind“.

US-Regierung warf Venezolanern vor, Mitglied der venezolanischen Drogenbande Tren de Aragua zu sein

US-Präsident Donald Trump hat den Kampf gegen die irreguläre Migration und das Thema sichere Grenzen zu Schwerpunkten seiner Präsidentschaft gemacht. Seine Regierung hatte kürzlich mehr als 200 venezolanische Migranten für eine Inhaftierung nach El Salvador abgeschoben und dafür teilweise ein 1798 verabschiedetes Gesetz gegen „ausländische Feinde“ angewandt. Die US-Regierung warf den Venezolanern vor, Mitglied der venezolanischen Drogenbande Tren de Aragua zu sein. Verwandte und die venezolanische Regierung sprachen dagegen von unschuldigen Migranten.

Am Mittwoch bestätigte jedoch ein US-Berufungsgericht den von einem Bundesrichter angeordneten Stopp von Abschiebeflügen auf Grundlage des Gesetzes. Das Bundesberufungsgericht der Hauptstadt Washington wies einen Antrag der Regierung zurück, den Abschiebestopp aufzuheben.

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