Am Totensonntag beginnt traditionell die Weihnachtssaison. In Berlin wurden viele Weihnachtsmärkte bereits am Montag eröffnet, die Wintermärkte sogar noch früher. Am Mittwoch um 18 Uhr startet auch am Kurfürstendamm der Advent. Die inzwischen schon fast traditionelle Beleuchtung wird dann feierlich eröffnet, dieses Jahr aber nur in reduzierter Form.
Seit dem Jahr 1978 strahlt der Kurfürstendamm in der Weihnachtszeit hell. Lichterketten und Figuren beleuchten eine Strecke von mehreren Kilometern, von Halensee bis Wittenbergplatz. Mit seinen gut 4,2 Kilometern ist es damit der längste weihnachtlich beleuchtete Straßenabschnitt Berlins.
Weihnachtsbeleuchtung: Die dreiste Erpressermasche der Kudamm-Millionäre
Berliner Weihnachtsmärkte 2023: „Boah, ist das teuer!“
Dabei war dieses Jahr gar nicht klar, ob die Beleuchtung am Kurfürstendamm überhaupt realisiert werden kann. Die AG City kümmert sich seit Jahren um diese Beleuchtung. Der Verein behauptet, es fehle an Geldern. Insgesamt 600.000 Euro kostet die Installation der Lichtelemente, 200.000 Euro fehlen noch immer.
Der Senat hat in den vergangenen Jahren krisenbedingt die Finanzierung zur Hälfte übernommen. Damit soll jetzt Schluss sein. 100.000 Euro hat das Land Berlin in diesem Jahr beigesteuert, von den vorhandenen 300.000 Euro hat 125.000 Euro der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) über Sponsoren angeschafft, sagt AG City. Der Rest lief über private Spenden.
AG City: Es fehlt immer noch an Geldern
Da immer noch mehrere Hunderttausend Euro fehlen, kann die Beleuchtung am Kurfürstendamm dieses Jahr nur in verringerter Form aufgebaut werden. Die AG City spricht von einer sogenannten Grundbeleuchtung, von einigen Lichterketten in den Bäumen. Ein paar Skulpturen können ebenfalls errichtet werden, wie die zwei Portale am Anfang und am Ende der beleuchteten Straße. Auch der Cinderella-Schlitten kann dieses Jahr realisiert werden. Der Weihnachtsmann, der Schneemann und der Nussknacker werden aufgrund der schwierigen Finanzierungslage nicht dabei sein.
Dieses Jahr nicht dabei: der Schneemann. Auch seine Kollegen Weihnachtsmann und Nussknacker machen Pause.
© dpa
Nach Angaben der AG City werden für die Beleuchtung der Einkaufsmeile 140 Kilometer Lichterketten und 50 Kilometer Kabel verwendet. Die Lichter sind alle aus LED. Durch die reduzierten Beleuchtungszeiten von 16 Uhr bis 22.30 Uhr sollen bis zu 30 Prozent Energie gespart werden.
Am 29. November soll der Kurfürstendamm ab 18.30 Uhr erstmalig erstrahlen. Bis zum 6. Januar 2024 sind die Lichter täglich ab 16 Uhr zu sehen.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de