Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ist nach eigenen Angaben von starken Kürzungen im Bereich der Kita- und Spielplatzsanierungen betroffen. Bereits im vergangenen Jahr habe der Senat die Mittel um 200.000 Euro gekürzt, nun werden weitere 340.000 Euro gestrichen, hieß es in einer Mitteilung des Bezirksamts. Das entspreche nur noch 43 Prozent der ursprünglich geplanten Gelder.
Die Kürzungen im Kita- und Spielplatzsanierungsprogramm (KSSP) treffen den Bezirk nach Aussage von Max Kindler, Bezirksstadtrat für Jugend, Familie und Gesundheit, hart. „Denn sie bedeuten für Friedrichshain-Kreuzberg spürbare Einschnitte an der Spielplatzinfrastruktur, die von Familien und Kitagruppen stark genutzt wird.“
Friedrichshain-Kreuzberg: Spielplätze von Schließungen bedroht
Die Kürzungen führen laut dem Bezirksamt dazu, dass Maßnahmen an insgesamt vier Spielplätzen im Jahr 2025 nicht durchgeführt werden können. Besonders betroffen sei der Spielplatz an der Ratiborstraße 14 in Kreuzberg, dessen dringend benötigte Erneuerung nicht stattfinden könne. „Dabei wäre dies besonders dringlich, da er von einigen umliegenden Kindertagesstätten ohne eigene Freiflächen genutzt wird“, hieß es in der Mitteilung.
Spielplätze seien eine wesentliche Infrastruktur für Kinder. Gemäß dem Berliner Kinderspielplatzgesetz soll ein Quadratmeter Spielplatzfläche pro Einwohner vorhanden sein. Neben der Fläche sei auch die Qualität entscheidend, weshalb regelmäßige Erneuerungen notwendig sind. Im Planungsraum Reichenberger Straße Ost, wo der Spielplatz liegt, beträgt die Spielplatzfläche demnach lediglich 0,4 Quadratmeter pro Einwohner, weit unter dem vorgeschriebenen Richtwert
Andere Spielplätze im Bezirk seien ebenfalls mit Einschränkungen konfrontiert, da veraltete Spielgeräte und Pumpen nicht ersetzt und Fallschutzflächen nicht gereinigt werden könnten. „Aufgrund der schlechten finanziellen Ausstattung der Bezirke benötigen wird dringend Mittel des Senats, um unsere Spielplätze zu sichern“, sagte Annika Gerold (Grüne), Bezirksstadträtin für Verkehr, Grünflächen, Ordnung und Umwelt. Ohne diese Sanierungsmittel können marode Spielgeräte nicht mehr erneuert werden. „Dies kann zu Schließungen ganzer Spielplätze führen und geht zulasten der Kinder in unserem Bezirk“, sagte sie. Zudem komme es zu einem hohen Investitionsstau.
Quelle: Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg
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