Moosdorf hat ein gutes, ein wichtiges Buch geschrieben, dachte ich auf dem Bautzner Senf (mein gelbes Sofa); eine Krankheit, so schien mir, war ausgebrochen, der Selbsthaß, der Wahn, deutsche Kultur aus tausend Jahren habe ins Tausendjährige Reich gemündet, zwangsläufig, geradewegs, geradeaus, ohne Gnade, ohne andere Wege, Selbsthaß, dachte ich, zerfraß diese Gesellschaft, sie war an sich irre geworden, ging von innen zugrunde, schaffte sich ab und nannte weltoffen, was Verdrängung war.
Literatur
„Kultur von rechts“: Matthias Moosdorfs Abrechnung mit dem Zeitgeist
Was rechter ist als grün, beginnt 1933? Matthias Moosdorf stellt mit seinem Buch „Kultur von rechts“ den linksliberalen Zeitgeist zur Debatte.
7 Min
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Matthias Moosdorfs Buch „Kultur von rechts“ ist eine Korrektur, findet unsere Rezensent Uwe Tellkamp.
© Thomas Meyer/OSTKREUZ