Ausstellung

Kyiv Biennale 2026: Kunst im Schatten des Krieges – wie wird sie erlebt?

Die Kyiv Biennale 2026 startet am Exilort Berlin. Das KW Institute for Contemporary Art wird Gehäuse, Bühne und Schutzraum für Werke, die den Krieg ächten.

6 Min
Lesia Vasylchenko: „Night Without Shadows and Light Without Rippling of Waves“(Ukraine), 2025, Videostill

Lesia Vasylchenko: „Night Without Shadows and Light Without Rippling of Waves“(Ukraine), 2025, Videostill

© Kyiv Biennale

„A Bird That Cannot Land“. So titelt die Kyiv Biennale 2026 in Berlin: „Ein Vogel, der nicht landen kann“. Ist das Galgenhumor? Nach dem Motto: Humor ist, wenn man trotzdem lacht! Aber es klingt auch poetisch und nach einem widerständigen „Dennoch!“

Und genau so ist die große Ausstellung vom Keller über die Halle bis zum Dach des KW Institute for Contemporary Art zu sehen, zu deuten, zu verstehen. Seit Putins Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 findet die Kyiv Biennale im Exil statt, über Europa verteilt, ein wahrer Flickenteppich der Solidarität, oder man könnte auch sagen: ein sicherndes Tarnnetz.

Eingeflogen und festgezurrt für ein Vierteljahr in Berlin-Mitte. Anfangs war es trotz der russischen Attacken noch möglich, in der Ukraine Kunst zu zeigen und Podien abzuhalten, so im Dnipro Center for Contemporary Culture, im Dovzhenko Centre Kyjiw. Aber bei weitem sicherer war es im Museum of Modern Art in Warschau, im MHKA in Antwerpen, im Lentos Kunstmuseum Linz. Und in der Berliner ngbk.

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