Sarah S. saß, sooft sie konnte, auf der Zuschauerbank. Die 30-Jährige war am Ende eines Verhandlungstags immer die Letzte, die den Saal 217 des Kriminalgerichts in Berlin verließ. Manchmal hat sie geweint, oft versucht, den Blick von Berhan S. zu erhaschen oder noch ein paar Worte an ihn zu richten, bevor er durch die Tür an der Anklagebank hinausgeführt wurde. Zurück in den Maßregelvollzug, eine Klinik für psychisch kranke Straftäter.
Kriminalität
„Erzwungene Mission“: Berhan S. stach in Berlin zwei Kinder nieder – ein vermeidbares Verbrechen?
Am Donnerstag urteilt das Landgericht über den 39-Jährigen, der seit Jahren psychisch auffällig war. Seine Opfer überlebten den Angriff mit einem langen Küchenmesser nur durch Glück.
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Berhan S. hat zwei kleine Mädchen niedergestochen. Am Donnerstag geht der Prozess gegen ihn zu Ende.
© Fotoillustration: BLZ. Bilder: Imago, Pressefoto Wagner