Landgericht Berlin

Vater ertränkte Baby: Mutter spricht vom mutmaßlichen Mörder ihres Sohnes – ohne Hass

Im Gerichtsprozess um den gewaltsamen Tod des drei Monate alten Babys Emil in Berlin bricht die Mutter bei ihrer Zeugenaussage in Tränen aus.

6 Min
Der Haupteingang des Gebäudes, das das Amtsgericht Tiergarten, die Staatsantwaltschaft Berlin und das Landgericht beherbergt.

Der Haupteingang des Gebäudes, das das Amtsgericht Tiergarten, die Staatsantwaltschaft Berlin und das Landgericht beherbergt.

© Emmanuele Contini/imago

Die Frau im Zeugenstand knetet einen kleinen gelben Ball, um der Aufregung Herr zu werden. „Wir waren eigentlich eine glückliche Familie“, sagt die 33-jährige Nora L.* laut und deutlich. Dann stockt ihre Stimme, die Tränen kommen, den Ball in ihren Händen malträtiert sie förmlich.

Nora L. wirft einen kurzen Blick auf den Angeklagten, der sich in dem Verfahren wegen Mordes verantworten muss. Danny J. ist 38 Jahre alt. Sieben Jahre lang waren die Zeugin und der Angeklagte ein Paar. Dann soll Danny J. ihren gemeinsamen Sohn Emil umgebracht haben. Der Junge wurde nur drei Monate alt.

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