Wahl im Saarland

Berliner CDU schöpft Mut aus Wahlergebnis - Müller auch

Die Parteien in Berlin ziehen aus der Landtagswahl im Saarland ihre eigenen Schlüsse.

BLZ
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Kai Wegner (links), Monika Grütters und Stefan Evers bei der Delegiertenversammlung der CDU in Berlin (25.03.2017).

Kai Wegner (links), Monika Grütters und Stefan Evers bei der Delegiertenversammlung der CDU in Berlin (25.03.2017).

© dpa

Der Berliner CDU sieht den klaren Wahlsieg der Union bei der Landtagswahl im Saarland als „starkes Signal“ für den Bundestagswahlkampf. „Das ist ein großartiges Ergebnis“, sagte CDU- Generalsekretär Stefan Evers am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Die SPD sei für ihre „rot-roten Flirts“ abgestraft worden.

Der Wahlerfolg im Saarland mache der CDU in Berlin Mut für den anstehenden Wahlkampf. „Starke Frauen an der Spitze zahlen sich aus“, sagte Evers mit Blick auf die am Samstag gekürte Berliner CDU-Spitzenkandidatin Monika Grütters. „Die Berliner CDU hat für die Bundestagswahl am 24. September eine starke Mannschaft und gute Konzepte.“

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) ging davon aus, dass bei seiner Partei der Schulz-Effekt, der im Saarland nicht wie gewünscht zum Tragen kam, noch greifen werde. „Der Auftrieb durch Martin Schulz wird kommen und zahlt sich langfristig aus, da bin ich sehr optimistisch“, sagte Müller am Abend. „Im Mai werden Hannelore Kraft und Torsten Albig in NRW und Schleswig-Holstein gewinnen und im September Martin Schulz und die SPD die Nase im Bund vorne haben“, zeigte sich Müller überzeugt.

Die Berliner Linke-Vorsitzende Katina Schubert sagte der dpa, es sei bedauerlich, dass es im Saarland nicht mit Rot-Rot geklappt habe. Das Ergebnis ihre Partei - laut Hochrechnungen um die 13 Prozent - sei dennoch für ein westdeutsches Flächenland sehr ordentlich.

Bei der Landtagswahl im Saarland verbesserte sich die seit 18 Jahren regierende CDU von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer nach ersten Hochrechnungen deutlich auf gut 40 Prozent - ein sattes Plus von gut fünf Prozentpunkten gegenüber der Wahl vor fünf Jahren. Die SPD verharrt dagegen bei um die 30 Prozent. Die Linke rutschte um etwa drei Punkte auf 12 bis 13 Prozent. Die AfD kam auf knappo 6 Prozent. Grünen und FDP scheiterten.

„Der Wahlausgang im Saarland ist für unsere liberalen Freunde sehr bitter“, erklärte Berlins FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja. „Abhaken, aufstehen und weiterkämpfen, das ist die Devise nach dem heutigen Abend.“ (dpa)

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