Harmsens Welt

Lasst die Umbenennerei! Straßennamen sollen kein ideologisches Kampffeld sein

Die Mohrenstraße wird zur Anton-Wilhelm-Amo-Straße. Ein U-Bahnhof soll „Campus für Demokratie“ heißen. Wann hört das Umbenennen endlich auf? Eine Kolumne.

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Hier soll nun bald Anton-Wilhelm-Amo-Straße stehen, nach dem ersten bekannten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Philosoph">Philosoph</a>en <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Afrika">afrikanischer</a> Herkunft in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Deutschland">Deutschland</a>.

Hier soll nun bald Anton-Wilhelm-Amo-Straße stehen, nach dem ersten bekannten Philosophen afrikanischer Herkunft in Deutschland.

© Ipon/imago

Mit Namen ist das so eine Sache. Gerade mit Straßennamen. Man hört immer wieder, dass mit einem neuen Namen dieses oder jenes betont, geehrt oder getilgt werden soll. So wurden vor einiger Zeit im Bezirk Mitte ein paar alte Kolonialfritzen von Straßenschildern entfernt. Auch hatte man festgestellt, dass der Begriff „Mohr“ diskriminierend sei, deshalb müsse man die Mohrenstraße umbenennen. Die „M*-Straße“, wie man zwischendurch sagte, soll nun Anton-Wilhelm-Amo-Straße heißen. Wer das ist, kann jeder googeln. Bemerkenswert ist allerdings, dass es Jahre gedauert hat, um den Namen juristisch durchzusetzen.

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