Gesundheit

Lauterbachs Reform auf den Weg gebracht: So sollen Notaufnahmen leerer werden

Notaufnahmen der deutschen Kliniken sind häufig überfüllt, Patienten müssen stundenlang warten. Eine stärkere Patientensteuerung soll entlasten.

Team News dpa/BLZ
2 Min
Von Notfällen spricht man, wenn das Leben in Gefahr ist oder bleibende Schäden drohen.

Von Notfällen spricht man, wenn das Leben in Gefahr ist oder bleibende Schäden drohen.

© Julian Stratenschulte/dpa/

Weniger Patienten sollen künftig in die Notaufnahmen der Krankenhäuser gehen – auch in dringenden Fällen. Stattdessen sollen sie gezielt in passende Behandlungsangebote gelenkt werden. Das sehen Gesetzespläne von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) vor, die das Bundeskabinett auf den Weg gebracht hat. Demnach sollen „integrierte Notfallzentren“ als Anlaufstellen in Kliniken entstehen, in denen man je nach Dringlichkeit weitergeleitet wird – in die Notaufnahme oder aber eine nahe Notdienstpraxis. Ausgebaut werden sollen solche Ersteinschätzungen zur Dringlichkeit auch in künftigen „Akutleitstellen“ mit der Telefonnummer 116 117.

Lauterbach sagte, Patienten sollten sich darauf verlassen können, im Notfall schnell und gut versorgt zu werden. „Dafür entlasten wir die notorisch überfüllten Notaufnahmen und sorgen für eine funktionierende Patientensteuerung.“ Akutversorgung solle in Zukunft dort stattfinden, wo sie medizinisch sinnvoll sei.

Auch Rettungsdienst soll reformiert werden 

In einem zweiten Schritt werde außerdem eine Reform des Rettungsdienstes erarbeitet, erläuterte das Ministerium. Sie solle im parlamentarischen Verfahren im Bundestag Teil der Notfallreform werden. Im Blick stehen sollen unter anderem bundesweit gleichwertige Mindeststandards.

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