Leerstand in Marzahn – das war einmal

Das wirkt wie Ironie: Erst hat die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Degewo Tausende Wohnungen in Marzahn abgerissen, jetzt baut sie teils auf den selben Grundstücken neu. Denn der Stadtteil ist inzwischen wieder ein gefragter Wohnort: „Wir werden in den kommenden vier Jahren 900 Wohnungen in Marzahn bauen und damit der steigenden Nachfrage Rechnung tragen“, sagte Degewo-Vorstand Christoph Beck am ...

BLZ
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Das wirkt wie Ironie: Erst hat die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Degewo Tausende Wohnungen in Marzahn abgerissen, jetzt baut sie teils auf den selben Grundstücken neu. Denn der Stadtteil ist inzwischen wieder ein gefragter Wohnort: „Wir werden in den kommenden vier Jahren 900 Wohnungen in Marzahn bauen und damit der steigenden Nachfrage Rechnung tragen“, sagte Degewo-Vorstand Christoph Beck am Dienstag.

Mit sieben neuen Wohngebäuden will die Degewo zum Beispiel die in den 90er-Jahren errichtete Joachim-Ringelnatz-Siedlung erweitern. Ab September sollen dort 300 Wohnungen entstehen. 100 Wohnungen werden vom Land gefördert und für 6,50 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter angeboten. Weitere 126 Wohnungen baut die Degewo an der Marchwitzastraße.

Eine Kehrtwende vollzieht die Degewo am Bürgerpark Marzahn. Mit dem Programm Stadtumbau Ost wurden 2002 bis 2010 etwa 4 500 Wohnungen abgerissen und 1 600 Wohnungen umgebaut. Der Grund: Der Leerstand betrug damals in den Plattenbauten fast 15 Prozent. Heute sind die Quartiere nahezu voll vermietet. Deshalb nutzt die Degewo die nach dem Abriss frei gebliebenen Flächen, um etwa an der Karl-Holtz-Straße 250 Wohnungen sowie in der Ludwig-Renn-Straße 200 Wohnungen neu zu bauen.

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