Lektion vom Viertelmeister

Matti Lieske
2 Min

Erst musste Nuri Sahin noch sein Mütchen kühlen und nach dem Siegtreffer zum 2:1 gegen den 1. FC Köln am Freitagabend in Imperatorpose am frechen Lukas Podolski vorbeirutschen, dann durfte er sich über die Tabellenführung freuen. Nur für eine Nacht, dachten die Dortmunder zu diesem Zeitpunkt, doch die Mainzer Niederlage am Sonnabend gegen Hamburg zementierte die Position für mindestens eine Woche. Im Schatten des Hype um Thomas Tuchel und seine Boygroup hat sich der BVB in aller Ruhe zum besten Team des ersten Saisonviertels aufgeschwungen. Viertelmeister sozusagen.Großen Anteil an dieser Entwicklung hat Nuri Sahin, nicht nur wegen seines Tores gegen Köln. Souverän ordnet der Türke das Spiel seines Teams, und es war nicht nur töricht und hoffärtig von Podolski, Sahin gesten- und wortreich an das 0:3 der Türkei eine Woche zuvor gegen das DFB-Team zu erinnern, sondern auch in gewisser Weise passend. Sahin hatte nicht gut gespielt in Berlin, er habe "neutral agiert" und "keine Marke gemacht", kritisierte ihn Guus Hiddink. Beim BVB könnte der Trainer der Türken sehen, warum das so war. Anders als im Nationalteam hat Sahin in Dortmund nämlich Mitspieler, die ihm den Ball geben und sich freilaufen. Wohin das führt, weiß nun auch Podolski: an die Spitze. (mali.)------------------------------Foto: Triumphatoren unter sich: Torwart Roman Weidenfeller (rechts) schnappt sich Nuri Sahin zum gemeinsamen Ablachen.

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