Ein BBI-Baustopp ist unrealistischBerlin: "Die Unsicherheit ist unerträglich" von Peter Neumann und Jürgen Schwenkenbecher (23./24.Oktober):Als es um die Standortentscheidung für den BBI ging, waren die Bewohner der wirklich betroffenen Gebiete im Südosten der Stadt mit ihren Protesten allein. Wo waren da die Bewohner von Steglitz, Zehlendorf, Dahlem usw.? Dass mit dieser Standortentscheidung Tag und Nacht Tausende Betroffene in wenigen Hundert Metern überflogen werden, ging diesen Leuten am A... vorbei. Jetzt staunen sie, dass auf dem neuen Flughafen tatsächlich Flugzeuge starten und landen werden und sie eventuell nun auch in 2000 Meter überflogen werden. Von Fluglärm kann da doch wohl keine Rede sein. Der Fehler war die unselige Standortentscheidung, die Politiker Kraft ihres Amtes durchgedrückt haben. Weltweit werden neue, große Flughäfen nicht mehr in solcher Stadtnähe gebaut. Was soll jetzt die aberwitzige Flugroutendiskussion? Ist der Flughafen in Betrieb, wird geflogen wie erforderlich. Die Einhaltung von Standardrouten kann nicht gesetzlich eingefordert werden. Ein Baustopp ist unrealistisch.Dieter Sohr, Flugkapitän i. R.Ein Wechsel zu Grün würde Berlin gut tunBerlin: "Künast kommt" von Jan Thomsen (21. Oktober):Ein Grund für den Höhenflug der Berliner Grünen ist Klaus Wowereit. Er wird von den Berlinern schon längst nicht mehr als ihr "Regierender" wahrgenommen, sondern eher als Partyprinz und Event-Eröffner. Politisch bohrt er die ganz dünnen Bretter und überlässt das mühsame politische Tagesgeschäft gerne seinen Senatoren. Renate Künast vermittelt das Bild eines ganz anderen Typs: Volksnah, mit klaren Positionen und einer Sprache, die man auf der Straße versteht. Das wollen die Leute. Übrigens hätte die SPD mit Heinz Buschkowsky einen ähnlichen Kandidaten, der seine Fühler an Volkes Seele hat, und an dem die Grünen wohl nicht so leicht vorbeiziehen würden. So oder so, ein Wechsel wird Berlin auf jeden Fall gut tun.Peter Pasternak, Berlin
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de