In den meisten Berliner Sommer- und Freibädern beginnt an diesem Wochenende beziehungsweise am Montag oder Dienstag die diesjährige Saison. Vor dem Start gibt es für die Mitarbeiter noch eine ganze Menge Arbeit.Das Freibad Müggelsee am Fürstenwalder Damm zeigt sich an diesem Morgen noch nicht gerade einladend. Nach einigen Schönwettertagen, an denen sich im FKK-Bereich die Sonnenanbeter bereits aalen durften, ist es wieder unfreundlich kühl. Strandsand und Liegewiesen sind feucht. Der Müggelsee zeigt sich ruhig - kein Freizeitkapitän wühlt die spiegelglatte Wasserfläche auf.An der Kinderseilbahn machen sich zwei Männer vom "Spielplatz-Service Klaus Walter" aus Pankow zu schaffen. "Der Querbalken mußte gewechselt werden. Am alten war kein Seilspanner dran, da hat sich das Stahlseil in das Holz geschnitten", sagt Ralf Müller. Geeignet für Kinder Henryk Hansch, Betriebsleiter von drei Köpenicker Bädern, ist seit drei Jahren am Müggelsee.: "Es ist bestens für Familien mit Kindern geeignet, denn es geht ganz flach ins Wasser rein. Hundert Meter vom Strand entfernt ist der See nur einen Meter tief." Hinter den gelben Bojen schwimmen noch weiter draußen rot-weiße. "Die sind neu, eine Begrenzung für Schiffe", so Hansch. Das Freibad Müggelsee gibt es seit Beginn dieses Jahrhunderts. "Es soll nun wieder so hergerichtet werden, wie es einmal war", sagt der Betriebsleiter. Nachdem bereits im vergangenen Jahr die Terrasse am Haupteingang erneuert wurde, werden jetzt die darunterliegenden Sanitäranlagen saniert. "Der Rondell-Bereich wird neu gestaltet. Einige Wände müssen noch herausgenommen werden, so daß der überdachte, historische Gang wieder entsteht." Die Toiletten sind aber noch nicht fertig, deshalb wird der Haupteingang des Bades erst am 5. Mai öffnen.Um die Sauberkeit der Anlagen sorgen sich zehn ABM-Kräfte. Birgit Hein und Helga Prawitt harken gerade den Sandkasten mit dem großen Holzboot in der Mitte. Bald werden dort wieder Kinder toben und rumklettern. Auch der Strand wird regelmäßig mit einer Spezialharke "durchgepflügt, um Steine und Unrat rauszubekommen", so Helga Prawitt. Neue StrandkörbeFür die Badesaison sucht Henryk Hansch noch Schwimmeister, pro Vor- und Nachmittagsschicht in der Woche wenigstens zwei. An den Wochenenden ist das Deutsche Rote Kreuz mit zehn Leuten stationiert und sichert auch die Bäder Wuhlheide, Friedrichshagen und Wendenschloß ab.Bei derzeit zehn Grad Wassertemperatur ist der Sprung ins kühle Naß nur etwas für Mutige. Aufwärmen kann man sich danach am Strand beim Volley- oder Street-Ball. Surfbrett und Tretboot sind ausleihbereit. Wer es kuschelig mag, kann sich auch in einen der 60 neuen Strandkörbe zurückziehen. +++
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