Sachsen

Letzte Pegida-Demo in Dresden: Gründer will Neuanfang, Ideen seien jetzt salonfähig

Zum zehnjährigen Bestehen der Pegida-Bewegung sollte in Dresden eine letzte Demo stattfinden. Doch diese verlief anders als gedacht: Es soll einen Neubeginn geben.

6 Min
Letzte Demo von Pegida? Am 20. Oktober 2024 war klar, dass das Ende ein Neuanfang werden könnte.

Letzte Demo von Pegida? Am 20. Oktober 2024 war klar, dass das Ende ein Neuanfang werden könnte.

© Sebastian Willnow/dpa

„Die Ankündigung der Auflösung von Pegida kam auch für mich überraschend“, hört man Björn Höcke mit blecherner Stimme sprechen. Der Thüringer AfD-Chef scheint innezuhalten. Die Zuhörer stehen vor einem rostigen Lkw. Das Fahrzeug, das auf dem Dresdner Neumarkt steht, wurde umgebaut und dient als Bühne. Darauf: ein Mikrofon und ein Banner mit dem Schriftzug „Stoppt die Islamisierung!“. Sonst nichts.

Höcke fährt fort: „Ihr habt den Meinungskorridor geweitet und der AfD den Weg bereitet.“ Dutzende Fahnen schießen in die Höhe. Die vor dem Wagen stehende Menge applaudiert. Erst jetzt realisiert ein bedröppelt dreinblickender Mann, dass das Grußwort Höckes nur vom Band kommt. Er konnte aus „Personenschutzgründen“ nicht persönlich anreisen, heißt es. Das ist den Anwesenden aber egal. An diesem Tag, der „in die neu geschriebenen Geschichtsbücher eingehen wird“, geht es nur um eines – das Ende von Pegida. Doch schnell wird klar: Ein Ende gibt es nur auf dem Papier.

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