Leucht-Pipi, Linkspföter

18 skurrile Fakten über Katzen

Am 8. August ist Weltkatzentag.

Olga Bobileva
5 Min
Am 8- August ist Weltkatzentag.

Am 8- August ist Weltkatzentag.

© picture alliance / Julian Stratenschulte

Im alten Ägypten als Gottheit verehrt, im Mittelalter verteufelt, gehört die Katze heute zu den beliebtesten Haustieren weltweit. Allein in deutschen Haushalten leben über 12,5 Millionen Stubentiger. Am 8. August ist Weltkatzentag. Zeit, um den Miezen zu huldigen und skurrile Fakten zu nennen, die Sie garantiert noch nicht wussten.

Superlauscher

Der kleine Kater Luntik hat sogar vier Ohren.

Der kleine Kater Luntik hat sogar vier Ohren.

© picture alliance / dpa

Katzen hören zwei Oktaven höher als Menschen – und nehmen damit sogar die Ultraschallrufe von Fledermäusen wahr. Eben jenes Gehör enttarnte einst einen Lauschangriff des russischen Geheimdienstes auf eine Botschaft in Moskau. Die Katzen kratzten an der Tapete, hinter der sie Mäuse vermuteten. Die Mäuse stellten sich als Wanzen heraus, die für die Miezen gut hörbar im Ultraschallbereich fiepten.

Manipulierer

Wissenschaftler stellten fest, dass Katzen oft ein hochfrequentes Miau mit 300 bis 600 Hertz benutzen, wenn Sie vom Menschen etwas wollen. Diese Tonlage entspricht in etwa dem Schreien eines hungrigen Menschenbabys.

Mini-Puma

Kater Elmo mag Blumen.

Kater Elmo mag Blumen.

© picture alliance / dpa

Auch schwarze Katzen haben in ihrem Fell eine Tigerzeichnung. Diese wird jedoch meist nur bei Lichteinfall in einem bestimmten Winkel sichtbar.

Links- und Rechtspföter

Es gibt Rechts- und Linkspföter.

Es gibt Rechts- und Linkspföter.

© picture alliance / dpa

Wissenschaftler aus den USA und Großbritannien haben nachgewiesen, dass Kater bevorzugt die linke Vorderpfote zum Pföteln nach Spielzeug oder Beute nutzen, Kätzinnen dagegen ihre rechte Vorderpfote.

Leucht-Pipi

Katzenurin leuchtet unter Schwarzlicht. Das liegt daran, dass das im Katzenurin enthaltene Phosphat bei UV- oder Schwarzlicht-Anstrahlung fluoresziert.

Schnatterlieschen

Beim Anblick einer begehrten, aber durch äußere Hindernisse, wie beispielsweise Fenster, für sie unerreichbaren Beute, wie einem Insekt, einer Maus oder einem Vogel, „schnattern“ Katzen. Das liegt daran, dass sie die Bissbewegungen im Prinzip in der Luft beziehungsweise ins Leere ausführen, was das schnatternde Geräusch verursacht.

Allergiker-Katzen

Eine US-Firma soll Miezen gezüchtet haben, auf die Menschen nicht mehr mit einer Allergie reagieren. Den Stubentigern soll ein Gen für die Produktion des Eiweißes fehlen, das die allergische Reaktion auslöst. Die Warteliste ist lang, der Preis liegt bei 3300 Euro pro Katze.

Miezen-Panik

Die Angst vor Katzen nennt man Ailurophobie.

Die Angst vor Katzen nennt man Ailurophobie.

© picture alliance/dpa

Die Angst vor Katzen nennt man Ailurophobie. Sie kommt hauptsächlich bei Männern vor. Bekannte Persönlichkeiten wie Gaius Julius Cäsar, Alexander der Große und Napoleon Bonaparte sollen davon betroffen gewesen sein.

Katzen-Kommando

Die Schweizer Armee hat eine Mieze im Rang eines Ein-Stern-Generals. Brigadier Broccoli, eine Tigerkatze, erhielt ihren Namen, weil sie ein der Küchenmannschaft runtergefallenes Broccoli-Röschen fraß. Das Armee-Tigerle lebt in der Kaserne Lyss.

Luft-Schmecker

Katzen besitzen nur 473 Geschmacksknospen, der Hund zirka 1700, der Mensch 9000. Süß können Katzen nicht schmecken, sie kennen nur salzig, sauer und bitter. Dafür besitzen sie im Maul das Jacobsonsche Organ, mit dem sie Luft schmecken können.

Mehr-Zeher

Normalerweise haben Katzen an den Vorderpfoten fünf und an den Hinterpfoten vier Zehen. Es gibt aber Miezen, Hemingway-Katzen genannt, die durch eine Genmutation an den Vorderpfoten sechs und an den Hinterpfoten fünf Zehen haben können (Polydaktylie). Ihr Name geht auf Snowball zurück, den Kater des US-Schriftstellers Ernest Hemingway. Eine besonders große Population dieser Katzen gibt es im Hemingway Haus auf Key West in Florida (USA).

Kletterkünstler

Katzen können problemlos einen Baum hinauf-, aber nicht mehr herunterklettern. Das hängt mit der Stellung ihrer Zehen zusammen, die sie nicht wie Eichhörnchen spreizen können, um sich festzuhalten. Um runterzuklettern, müssen sie ihre Krallen als Steighaken einsetzen, wenn sie es von der Mutterkatze oder anderen Artgenossen gelernt haben.

Besitzergreifung

Wenn sich eine Mieze am Menschen reibt, sei es mit dem Mundwinkel oder der Seite, ist das nicht Zuneigung, sondern dient dem Markieren. In ihren Mundwinkel-drüsen hat die Katze verschiedenste Duftstoffe, mit denen sie belebte und unbelebte Objekte in ihrem Lebensraum beduftet und damit in Besitz nimmt.

Pfoten weg!

Medikamente, die für Menschen bestimmt sind, können für Katzen tödlich sein. Aspirin ist giftig, hemmt die Blutgerinnung und führt zu Magenbluten, Leber- und Knochenmarkschäden sowie Blutbildveränderungen. Rohe Kartoffeln, Knoblauch, Zwiebeln, Weintrauben, Rosinen, Schokolade und Avocados sind ebenfalls toxisch für Katzen.

Passivraucher

Nikotin ist für Miezen wie für den Menschen giftig. Es kann nach Speicheln und Erbrechen zum Atemstillstand kommen. Das ständige Einatmen von Rauch kann bei Katzen sogar Asthma auslösen.

Vogelarten-Killer

Diese Katze hat eine Meise gefangen.

Diese Katze hat eine Meise gefangen.

© picture alliance / dpa

Freigängerkatzen tragen angeblich zum Niedergang von Vogelarten bei. Studien belegen jedoch, dass Katzen viel lieber Mäuse jagen. An der Reduzierung der Vogelpopulationen sind eher die zunehmende Umweltverschmutzung und die Veränderungen der Lebensräume vieler Vogelarten schuld.

Endlos-Putzer

Kater Mio putzt sich.

Kater Mio putzt sich.

© dpa

Fellpflege dient Katzen nicht nur zur Reinigung. Beim „Verdrängungsputzen“ beruhigt sich die Katze, da das Putzen für eine kleine Massage sorgt und dabei Endorphine ausgeschüttet werden.

Sterbebegleiter

Kater Oscar aus Providence in Rhode Island (USA) hält im Pflege- und Rehabilitationszentrum „Steere House“ eine eigene „Visite“ ab. Er legte sich schnurrend zu Menschen, die bald starben. Der tierische Todesengel soll bisher 50 Fälle vorausgesagt haben.

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