Lifestyle-Blogs aus und über Berlin

So wohnt und schmeckt Berlin

Berlin bloggt: Über Mode, Möbel, Muffins, Musik und Multitasking-Talente. Wir haben die besten Seiten für Sie zusammengetragen. Wer sich gerade einrichtet oder für die Mittagspause noch ein leckeres Lokal sucht, kann hier fündig werden.

Melanie Reinsch
5 Min
In der Hauptstadt wird gebloggt - in und über Cafés, wie hier im Oberholz in Berlin-Mitte.

In der Hauptstadt wird gebloggt - in und über Cafés, wie hier im Oberholz in Berlin-Mitte.

© dpa/Robert Schlesinger Lizenz

Abandoned Berlin: Vergessene Orte in der Hauptstadt

„Wenn es verboten ist, macht es Spaß.“  Dieser Leitspruch steht über dem englischsprachigen Blog von abandonedberlin, was so viel heißt wie „verlassenes Berlin“.

Der Ire Spudnik Ó Fathaigh kam im Jahr 2008 nach Berlin. Der Blogger ignoriert gerne die Verbotsschilder der Stadt, um vergessene Orte, alte Gebäude und verlassene Stätten mit seiner Kamera zu einzufangen. „Kratze an der Oberfläche, du weißt nie, was du finden wirst“, schreibt er auf seiner Seite. Und Spudnik Ó Fathaigh hat inzwischen viele stillgelegte Orte fotografisch hervorgekratzt und verewigt.

Die Fotos postet er mit einer kleinen Reportage zum jeweiligen Ort auf seiner Seite. Mit viel Mühe und Sprachwitz verknüpft er seine hochwertigen Fotos mit Hintergründigem. „Die Tankstelle steht an einer zentralen Stelle in Berlin. Seit dem Watergate-Skandal hat sie wohl kein Benzin mehr abgefüllt. Bin mir nicht sicher, ob diese beiden Ereignisse miteinander zu tun haben. Der Typ, der mich beim Fotografieren beobachtete, konnte mir das auch nicht sagen“, steht bei seiner Fotoreportage zu einer verlassenen Tankstelle von 1920.

Auch der Geisterbahnhof der Siemensbahn, die Eisfabrik, der Spreepark, das Ballhaus Grünau, der Güterbahnhof Pankow oder der Teufelsberg hat der Blogger vor seine Linse bekommen.

Fazit: Geniale Fotos mit liebevollen und humorigen Texten. Eine Seite, auf der man sich stundenlang an einem verregneten Sonntag durchklicken kann. Ein Must-Click!

www.abandonedberlin.com

Folgen Sie dem irischen Blogger Spudnik Ó Fathaigh bei Twitter: @AbandonedBerlin

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Berlin Reified: Gegen den Hunger

Hunger und keine Lust auf Döner und Co? Die in Mumbai geborene und in den Staaten aufgewachsene Food-Bloggerin Sylee Gore bringt da vielleicht Abwechslung in die Mittagspause. 2006 ging ihre Homepage Berlin Reified online. Seit dem schlemmt sie sich durch Berlin. Neben Design und Berlin-Schnappschüssen liegt der Fokus ihres englischsprachigen Bloggs auf Essen, gutem Essen. 

Unter „Guide“ listet Sylee Gore alphabetisch lohnenden verschiedene Restaurants, Cafés, Patisserien und Läden auf, verlinkt sie mit Karte und Text. Die entsprechenden Fotos dazu gibt es natürlich auch. Ihre Berichte über Location, Publikum und Essen sind sehr persönlich, was die Texte lesenswert macht.

„Am Abend ist `Das Lokal‘ überfüllt mit hübschen Menschen. Aber an einem Sonntagnachmittag ist es fast leer. Die Angestellten lächeln und sobald einem der Löffel auf den Boden fällt, wird einem ein neuer gebracht“, schreibt sie beispielsweise über ‚Das Lokal‘ in Mitte. Die Seite wirkt frisch und aufgeräumt, so dass es Spaß macht, sich durch die Navigation zu klicken. Vor allen die Verlinkung mit den Straßenkarten ist praktisch.

Fazit: Das Blog setzt nicht auf Masse, sondern auf persönlich ausgewählte Berliner Schlemmerperlen. Unbedingt hungrig durchklicken und dann alles gleich ausprobieren.

www.berlinreified.com

Berlinreified bei Facebook: www.facebook.com/berlinreified

Folgen Sie der Food-Bloggerin Sylee Gore bei Twitter: @berlinreified

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Lesen Sie auf der nächsten Seite: Einrichtungsspionage bei Freunden

Stil in Berlin: Früher Fashion, jetzt Essen

62.000 Fans bei Facebook und 3000 Follower bei Twitter sprechen eine eigene Sprache. Das Blog Stil in Berlin ist wohl einer der beliebtesten und bekanntesten Blogs der Hauptstadt und auch über die Stadtgrenzen hinweg bekannt.

2006 startete Mary Scherpe mit ihrem Blog, der inzwischen ganz verschiedene Themengebiete abdeckt. Früher Fashionblog, findet man heute auch Tipps zu gutem Essen oder Kunst. Es gibt außerdem Interviews und einen Shopping Guide.

Das Design der Seite ist übersichtlich und wirkt durch das viele Weiß, trotz seiner Fülle an Infos, nicht überladen. Durch die einfach strukturierte Navigation verliert man sich nicht auf der Seite und landet schnell dort, wo man auch hin möchte. Die Fotos wirken ebenfalls höchst professionell.

Besonders hübsch ist die Rubrik „At home“, bei der Berliner zu Hause mit kurzem Text und Porträtfoto festgehalten werden. Da findet sich dann auch mal ein Hund in seiner Wohnung in Prenzlauer Berg wieder oder Künstler, die zu Hause an ihrem Arbeitsplatz fotografiert wurden.

Fazit: Reichhaltig und vielseitig. Das Blog hat Magazin-Charakter – und Suchtpotential.

www.stilinberlin.de

Folgen Sie den Stilbloggern bei Twitter: @stilinberlin

Stil in Berlin bei Facebook: www.facebook.com/StilinBerlin

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Freunde von Freunden: Einrichtungsspionage

Der persönliche Einblick: Das ist wohl das Konzept des Blogs „Freunde von Freunden“. Die Blogger stellen Menschen in ihren Wohnungen oder Werkstätten vor, zeigen wie sie leben, wo sie arbeiten und wer sie sind. 128 Menschen sind bereits aus Berlin online. Sogar ein Buchprojekt ist entstanden.

Freunde von Freunden zeigt Berliner in ihrer gewohnten Umgebung, gelungene Schnappschüsse, besondere Momente, Detailaufnahmen. Interessant auch für Einrichtungsfetischisten und Design-Fans.

Fazit: Hinter den Haustüren Berlins. Befriedigt Neugier und Designinteresse.

www.freundevonfreunden.de

Folgen Sie den Freunde-Bloggern bei Twitter: @fvonf

„Freunde von Freunden“ bei Facebook: www.facebook.com/freundevonfreunden

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Hygellig: Basteln, zweckentfremden, wohnen

Noch mal wohnen. Aber im Blog von Catherine Hug geht es mehr ums Selbermachen, zweckentfremden, basteln.

Dabei stellt die Bloggerin Ideen vor, die sie in ihrer eigenen Wohnung umgesetzt hat: Ein alter Koffer dient als Medizinschrank an der Wand, alte Hähne als Hakenbord, das neue Regal vom Flohmarkt am Arkonaplatz als Schuhschrank.

Der Blog macht so viel Spaß, weil er persönlich geschrieben ist, alles aus der Ich-Perspektive erzählt wird und er auch ein bisschen Tagebuch einer Hobbywerklerin ist, die sich ständig auf Messen und Workshops weiterbildet.

Fazit: Sie suchen noch eine Idee für ihre neue Wohnung? Viel Spaß beim Klicken.

www.catherinehug.de

Folgen Sie Catherine Hug bei Twitter: @hygelliblog

Catherine Hug bei Facebook: www.facebook.com/HyggeligBlog

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