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Lila Bäcker verhandelt mit Investoren - Lage „stabilisiert“

Die Backkette Lila Bäcker hat große Schwierigkeiten und will sich in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung neu aufstellen. Die Kunden merken davon eins...

dpa
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ARCHIV - Das Logo des Unternehmens Lila Bäcker mit dem Schriftzug «lila lecker» an einer Filiale im Ostseebad.  pa/Archivbild

ARCHIV - Das Logo des Unternehmens Lila Bäcker mit dem Schriftzug «lila lecker» an einer Filiale im Ostseebad. pa/Archivbild

© Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/d

„Wir sprechen mit ernsthaften Interessenten und sind zuversichtlich, den Lila Bäcker nachhaltig zu sanieren und fortzuführen“, sagte die Chefin der Unser Heimatbäcker Holding GmbH, Viola Kaluza, laut Mitteilung. „Investoren interessieren sich insbesondere für die 232 Filialen von Berlin bis zur Ostsee und für die Lieferbeziehungen zu Großkunden“, ergänzte der Generalhandlungsbevollmächtigte Andreas Ziegenhagen.

„Erst nach Abschluss dieser Gespräche und des Investorenprozesses können die weiteren Schritte geplant werden“, hieß es. „Das Insolvenzverfahren kann voraussichtlich zum Jahreswechsel eröffnet und zum Ende des 1. Quartals 2024 ein Insolvenzplan vorgelegt werden.“ Derweil sei der Geschäftsbetrieb „stabilisiert worden“, hieß es. Das Geschäft laufe mit allen 1600 Beschäftigten unvermindert weiter. „Unsere Backstube brummt und die Nachfrage der Geschäftskunden ist hoch“, sagte Kaluza.

Die Eigenverwaltung ist eine Variante des Insolvenzverfahrens, bei der das Management des Unternehmens die Geschäfte weiter führt. Die Unser Heimatbäcker Holding, die als Lila Bäcker firmiert, hat Filialen in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Schleswig-Holstein. Produziert wird in Pasewalk und Neubrandenburg, Logistikzentren gibt es zusätzlich in Gägelow bei Wismar und Großbeeren bei Berlin. Lila Bäcker hatte schon Anfang 2019 mit rund 2500 Mitarbeitern und 400 Läden Insolvenz angemeldet und war dank einer Landesbürgschaft aus Schwerin im September 2019 mit 270 Filialen und 2100 Mitarbeitern neu gestartet.

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