Bundesregierung

Lindner verteidigt Ampel-Vorgehen bei Milliardenhilfen

Laut Bundesrechnungshof ist die geplante Schuldenaufnahme für den milliardenschweren Rettungsschirm verfassungswidrig - der Bundesfinanzminister widerspricht.

dpa
2 Min
Christian Lindner, Bundesminister der Finanzen, kommt zur FDP-Fraktionssitzung im Deutschen Bundestag.

Christian Lindner, Bundesminister der Finanzen, kommt zur FDP-Fraktionssitzung im Deutschen Bundestag.

© Bernd von Jutrczenka/dpa

Der Bundesrechnungshof hält die geplante Schuldenaufnahme für den 200 Milliarden Euro schweren Rettungsschirm für verfassungswidrig. „Die vorgesehene Kreditaufnahme "auf Vorrat" verstößt gegen den verfassungsmäßigen Grundsatz der Jährlichkeit“, heißt es in einem Bericht an den Haushaltsausschuss.

Diese im Grundgesetz festgeschriebene Regel besagt, dass der Haushaltsplan für ein Jahr aufgestellt wird - aufgenommene Kredite sollen dazu dienen, ein Haushaltsminus im gleichen Jahr auszugleichen. Die Bundesregierung aber plant, in diesem Jahr ein Sondervermögen mit 200 Milliarden Euro anzulegen, für das erneut die Ausnahmeregelung der Schuldenbremse gezogen werden soll. Aus diesem Topf sollen dann bis 2024 Ausgaben etwa für eine Gaspreisbremse und für Unternehmenshilfen gestemmt werden.

„Wir trennen das, was die Krise von uns verlangt von allgemeinen politischen Wünschen und Vorhaben“, erklärte Lindner sein Vorgehen. Zum einen wolle man etwa den Kapitalmärkten durch die Rückkehr zur Schuldenbremse signalisieren, dass Deutschland „auf Dauer nicht den Marsch in die Verschuldung“ antreten werde. Zum anderen müssten „krisenbedingt, zweckgebundene Maßnahmen“ finanziert werden.

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