„Ich bin hier geboren worden, meine Töchter gehen hier zur Schule“, sagt Herr Asam, „ich habe ein Unternehmen mit mehreren Hundert Mitarbeitern, meine Familie zahlt jeden Monat viel Geld an den Staat. Und trotzdem sehen alle in mir nur den Ausländer.“ Die Meinung von Herrn Asam ist klar.
Der 35-Jährige hat sich im Gastro- und Lebensmittelgewerbe in Neukölln selbstständig gemacht und sagt: „Du wirst trotz allem als Außenseiter gesehen. Nur hier in Deutschland haben wir so viele Rechte wie in keinem anderen Land. Aber als Migrant wirst du trotzdem nicht akzeptiert.“ Asams Familie stammt ursprünglich aus Palästina. Deshalb, so sagt er, habe er bei der Bundestagswahl mit der Erststimme die Linke gewählt, so wie viele in Neukölln.
Bundestagswahl 2025
Linke, BSW, CDU: So haben Menschen mit Migrationsgeschichte in Neukölln gewählt
Ein großer Teil von ihnen darf gar nicht wählen. Doch wie hat der Rest abgestimmt? Die Berliner Zeitung hat mit einigen von ihnen in Neukölln gesprochen.
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Vor dem kleinen Friseursalon Studio 14 in der Neuköllner Hobrechtstraße sitzt Betreiber Shadi (r.) mit seinem Freund Khaled.
© Stephanie Steinkopf/Ostkreuz