„Wir fordern die Landesregierung deshalb auf, sich zügig mit dem neuen Berliner Senat zu verständigen und schnellstmöglich eine gemeinsame länderübergreifende Lösung zu finden“, sagte der verkehrspolitische Sprecher der Linksfraktion, Andreas Büttner, laut Mitteilung. Seit Montag können die Menschen in Deutschland für 49 Euro im Monat bundesweit Busse und Bahnen des Nah- und Regionalverkehrs nutzen.
Der Preis sei für viele Menschen mit kleinem Einkommen zu hoch, sagte Büttner. Daher solle ein gemeinsames Sozial- und Bildungsticket für 9 Euro im Monat uneingeschränkt in allen öffentlichen Verkehrsmitteln innerhalb des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg gelten. Profitieren sollten davon Schüler, Azubis, Studierende, Sozialleistungs- und Wohngeldbezieher und anerkannte Opfer der DDR-Diktatur. Die Linksfraktion will dazu einen Antrag in den Landtag einbringen.
Zum Start am 1. Mai haben nach einer Hochrechnung des Verbands deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) weit mehr als drei Millionen Menschen bereits den neuen Fahrschein gelöst, etwa 750.000 davon hatten dem Verband zufolge bisher kein Abo für den öffentlichen Personennahverkehr.
Das Deutschlandticket muss als Abo gebucht werden, es ist aber monatlich kündbar. Das Ticket gilt als Nachfolger des 9-Euro-Tickets vom vergangenen Sommer. Sozialverbände fordern ein 29-Euro-Ticket für einige Personengruppen - für viele Menschen sei ein Fahrschein für 49 Euro im Monat zu teuer.
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