Der Literaturnobelpreis 2023 geht an den Norweger Jon Fosse. Wie das Nobel-Komitee in Stockholm am Donnerstag mitteilte, wird der 64-jährige Dramatiker „für seine innovativen Stücke und Prosa“ geehrt, die „dem Unsagbaren eine Stimme geben“. Fosses Theaterstücke wie das Drama „Heiß“ über eine Dreiecksbeziehung gehören zu den meistgespielten zeitgenössischen Stücken in Europa.
Fosses mehr als 50 Werke wurden bereits in etwa 40 Sprachen übersetzt. Der Autor arbeitet auch als Übersetzer und übertrug unter anderem Werke von Franz Kafka, James Joyce und Samuel Beckett ins Norwegische.
Dotiert ist der Literaturnobelpreis in diesem Jahr mit elf Millionen schwedischen Kronen (rund 950.000 Euro), das sind eine Million Kronen mehr als im Vorjahr. Vergangenes Jahr war die Auszeichnung an die französische Schriftstellerin Annie Ernaux gegangen.
Der Literaturnobelpreis wird traditionell als vierter der Nobelpreise bekannt gegeben. Von Montag bis Mittwoch waren bereits die Preisträgerinnen und Preisträger in den wissenschaftlichen Kategorien Medizin, Physik und Chemie gekürt worden. Am Freitag folgt im alljährlichen Nobelpreis-Reigen der Friedensnobelpreis, der als einziger nicht in der schwedischen Hauptstadt Stockholm, sondern in der norwegischen Hauptstadt Oslo verkündet wird. Am Montag steht dann zum Abschluss die Bekanntgabe in der Kategorie Wirtschaftswissenschaften an. Feierlich überreicht werden die Preise dann traditionell am 10. Dezember, dem Todestag von Preisstifter und Dynamit-Erfinder Alfred Nobel (1833-1896).
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