Ukraine-Krieg

London liefert Uran-Munition an Kiew: Wladimir Putin angriffslustig

Die radioaktive Munition gehört laut Putin „zu den schädlichsten und gefährlichsten für den Menschen“. London äußerte sich dazu lediglich nebulös.

Team News dpa
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Der Kampfpanzer der britischen Streitkräfte vom Typ Challenger 2

Der Kampfpanzer der britischen Streitkräfte vom Typ Challenger 2

© Holger Hollemann/dpa

Russland hat Großbritannien vorgeworfen, mit der Lieferung von panzerbrechender Uranmunition an die Ukraine „nicht wiedergutzumachende Schäden“ in Kauf zu nehmen. „Die Briten sollten wissen, dass sie dafür die Verantwortung werden tragen müssen“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow zu Nachrichten aus London über die bereits gelieferten Geschosse. Peskow meinte, dass nach dem Einsatz solcher Munition Krebs und andere Erkrankungen zunähmen. Das zeigten etwa Daten nach der Bombardierung Jugoslawiens.

Zuvor hatte in London Verteidigungs-Staatssekretär James Heappey mitgeteilt, dass Großbritannien Tausende Schuss Munition für die britischen Kampfpanzer vom Typ Challenger 2 geliefert habe, die bereits in der Ukraine im Einsatz sind. Darunter sei auch panzerbrechende Munition mit abgereichertem Uran. „Aus Sicherheitsgründen werden wir nicht kommentieren, wie viele Schuss die Ukraine bereits genutzt hat“, betonte Heappey auf eine schriftliche Anfrage im Parlament.

Putin: Uranmunition ist brandgefährlich

Großbritannien hatte als erstes Land der Ukraine Kampfpanzer westlicher Bauart zugesagt und die Lieferung von insgesamt 14 Challenger 2 angekündigt. Die ersten Fahrzeuge sind bereits im Einsatz.

Moskau empörte sich schon im März über die damals erst geplante Lieferung von Uranmunition aus Großbritannien an die Ukraine. Kremlchef Wladimir Putin warnte vor ihrem Einsatz. Uranmunition gehöre „zu den schädlichsten und gefährlichsten für den Menschen“, da der Urankern radioaktiven Staub verursache und die Böden verseuche. „Wir haben ohne Übertreibung Hunderttausende solcher Geschosse“, sagte er. Bisher seien sie aber nicht eingesetzt worden.

Radioaktiver Stoff wohl seit Jahren in Munition

Die britische Armee verwendet nach eigenen Angaben seit Jahrzehnten abgereichertes Uran in ihren panzerbrechenden Geschossen. Das Verteidigungsministerium in London warf Putin Falschinformation vor, nachdem er von einer „nuklearen Komponente“ gesprochen hatte. Putin wisse, dass dies nichts mit nuklearen Waffen oder Fähigkeiten zu tun habe, hieß es.

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