Gesundheit

Schlechte Luftqualität in Berlin: Jörg Kachelmann nennt Ursache

In Berlin ist die Qualität der Luft derzeit mangelhaft bis ausreichend. Der Meteorologe Jörg Kachelmann hat eine Vermutung, woran dies liegen könnte – offenbar nicht am Verkehr.

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In Berlin ist die Luftqualität derzeit schlecht.

In Berlin ist die Luftqualität derzeit schlecht.

© Emmanuele Contini/imago

In vielen Teilen Berlins lässt die Luftqualität derzeit zu wünschen übrig. Auf dem „Luftqualitätsindex“ Berlins lässt sich erkennen, dass in Mitte, Mariendorf, Neukölln sowie Friedrichshain die Luftqualität derzeit mit der Note 5 – mangelhaft bewertet wird. In einigen Bezirken sieht es nur wenig besser aus: In Wedding, Steglitz oder Grunewald liegt die Luftqualität derzeit bei der Note 4 – ausreichend. Gut oder gar sehr gut ist die Luft nirgends in der Hauptstadt.

Doch woran könnte dies legen? Der bekannte Meteorologe Jörg Kachelmann hat offenbar eine Theorie. Auf der Plattform X schrieb er: „Katastrophale Luftqualität in vielen Teilen Deutschlands durch den Feinstaub aus Holz- und Pelletöfen“.

In Berlin gibt es laut Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt etwa 148.000 Kaminöfen, die betrieben werden (Stand 2021). Besonders hoch ist die Anzahl in Pankow (15.256), Reinickendorf (13.160) und Treptow-Köpenick (12.941). „Durch die Verbrennung von Holz können erhebliche Mengen von Luftschadstoffen freigesetzt werden, die die Nachbarschaft beeinträchtigen und zu Beschwerden führen. Dies macht sich vor allem in der kalten Jahreszeit bemerkbar“, so die Senatsverwaltung dazu. 

Die Verbrennung von Holz (und Kohle) verursache zudem erheblich mehr Partikel als andere Brennstoffe. Gemäß dem Umweltbundesamt stoße ein neuer Kaminofen genauso viel Partikel (ca. 500 Milligramm) in einer Stunde wie der Motor eines modernen Diesel-Pkw (EURO 6) bei einer 100 Kilometer langen Fahrt aus. Auch Kachelmann schätzt die Lage so ein: „Der Anteil des Verkehrs ist minimal, es sind Holz- und Pelletöfen“.

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