Die Bundesregierung hat an diesem Freitag 64 Deutsche aus Israel ausgeflogen. Die Bürgerinnen und Bürger wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums und des Auswärtigen Amts mit zwei Maschinen der Luftwaffe vom Typ Airbus A400M im Rahmen einer „diplomatischen Abholung“ ausgeflogen. An Bord befanden sich demnach vor allem „Familien mit Kindern und andere vulnerable Personen“. Wie der Spiegel berichtete hatten die Maschinen eine Sondergenehmigung erhalten, um in der israelischen Hauptstadt Tel Aviv zu landen.
„Auf unsere Bundeswehr ist Verlass. Nach nur kurzer Vorwarnzeit waren unsere Crews der Luftwaffe vor Ort“, sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) in einer gemeinsamen Mitteilung der Ministerien. „Sie haben hochprofessionell ihren Auftrag in der Krisenregion ausgeführt. Ich möchte allen Beteiligten meinen Dank ausdrücken.“
345 Personen bereits zurückgekehrt
Außenminister Johann Wadephul (CDU) sagte zu der diplomatischen Abholung: „Mein großer Dank gilt den Kameradinnen und Kameraden der Bundeswehr sowie unserer Vertretung vor Ort für ihr beherztes Engagement heute, mit dem weitere Deutsche bei der Ausreise aus Nahost unterstützt werden konnten.“
In den vergangenen zwei Tagen waren bereits insgesamt 345 Personen aus dem Nahen Osten nach Deutschland zurückgekehrt. Ein erstes Flugzeug war am Mittwoch in Frankfurt am Main gelandet, ein weiteres am Donnerstagabend in Berlin. Das Auswärtige Amt teilte auf der Plattform X mit, dass es an diesem Wochenende einen weiteren Sonderflug geben werde. Zusätzlich verwies das Auswärtige Amt darauf, dass kommerzielle Angebote weiter bestehen und die Übergänge zu Jordanien und Ägypten weiter offen seien.
„Deutsche in Iran können auf dem Landweg nach Armenien, Aserbaidschan & in die Türkei ausreisen“, hieß es in dem Beitrag weiter. Die deutschen Botschaften vor Ort würden die Betroffenen „unterstützen wo sie können und sind auch an den Grenzen präsent“.
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