Mildes Urteil

Mädchen mehrfach missbraucht: Bewährungsstrafe für 50-Jährigen

Der Angeklagte aus Cottbus soll eine Beziehung zu dem Opfer gehabt haben. Er habe die Tat aufrichtig und voller Reue gestanden, so die Richterin.

Team News Alexander Schmalz dpa/lex
2 Min
Wegen sexuellen Missbrauchs eines Mädchens ist ein Cottbuser zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden (Symbolbild).

Wegen sexuellen Missbrauchs eines Mädchens ist ein Cottbuser zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden (Symbolbild).

© dpa/David Ebener

Die milde Strafe, der eine Verständigung zwischen allen Beteiligten vorausging, sei vor allem durch das „aufrichtige, selbstkritische und von glaubhafter Reue getragene Geständnis“ möglich geworden, sagte die Vorsitzende Richterin. Der Angeklagte sicherte zudem ein Schmerzensgeld von mindestens 8000 Euro zu. Auch die überlange Verfahrensdauer von sechs Jahren wirkte strafmindernd. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig (Az.: 2 KLs 561 Js 41919/15).

Sex mit Minderjähriger: Mädchen soll Einverständnis signalisiert haben

„Das Besondere des Falles war, dass es eine Beziehung gab, wenn auch nicht auf Augenhöhe und auch keine, die es geben durfte“, sagte die Richterin. Mit dem Urteil habe sich „das Gericht keinen leichten Fuß gemacht“. Es gebe Tausende Seiten Chatverläufe, bevor es von März bis Mai 2015 im Kreis Plön zum verbotenen Geschlechtsverkehr kam.

Die letzte angeklagte Tat fand dabei einen Tag vor dem 14. Geburtstag des Mädchens statt. Danach wäre der Geschlechtsverkehr straffrei geblieben. Das Mädchen habe zudem ihr Einverständnis signalisiert, was die Schuld mindere.

Das Gericht folgte mit dem Urteil dem Antrag der Verteidigung. Die Staatsanwältin hatte zwei Jahre und vier Monate beantragt. Auch sie wertete die Fälle rechtlich als minder schwer. In der Verständigung war dem Angeklagten ein Strafrahmen von zwei Jahren bis zwei Jahre und neun Monate zugesagt worden.

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