Kurz vor der Bürgermeisterwahl in New York hat US-Präsident Donald Trump der Metropole mit dem Entzug von Bundesmitteln gedroht, sollte der als Favorit geltende Zohran Mamdani vom linken Flügel der Demokratischen Partei gewinnen. Sollte Mamdani die Wahl für sich entscheiden, sei es „höchst unwahrscheinlich, dass ich meiner geliebten Heimatstadt mehr als die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestbeträge an Bundesmitteln zukommen lasse“, schrieb Trump in seinem Onlinenetzwerk Truth Social.
Die US-Bundesregierung stellt New York City im Haushaltsjahr 2026 rund 7,4 Milliarden US-Dollar (ca. 6,4 Milliarden Euro) zur Verfügung, was etwa 6,4 Prozent der Gesamtausgaben entspricht, berichtete Reuters unter Berufung auf Daten des Rechnungsprüfers des Staates New York.
Trump spricht sich für Cuomo aus
In New York wird am Dienstag ein neuer Bürgermeister gewählt. Mamdani geht als Favorit ins Rennen, gegen ihn tritt der frühere Gouverneur des Bundesstaats New York, Andrew Cuomo, an. Der Demokrat war Mamdani in der Vorwahl unterlegen und kandidiert nun als Unabhängiger. Dritter im Rennen ist der Republikaner Curtis Sliwa, er gilt laut Umfragen allerdings als chancenlos.
Trump erklärte auf Truth Social, eine Stimme für Sliwa sei „eine Stimme für Mamdani“ und sprach sich für Cuomo aus. „Ob man Andrew Cuomo nun persönlich mag oder nicht, man hat keine Wahl. Man muss für ihn stimmen und hoffen, dass er hervorragende Arbeit leistet“, erklärte er.
„Die Unterstützung von Andrew Cuomo durch die Maga-Bewegung spiegelt Donald Trumps Verständnis wider, dass dies der beste Bürgermeister für ihn wäre“, sagte Mamdani laut Reuters bei einer Wahlkampfveranstaltung. Trump und Cuomo würden demnach „dieselben Geldgeber, dieselbe beschränkte Vision, dasselbe Gefühl der Straflosigkeit“ teilen.
Trump bezeichnete Mamdani weiterhin als „Kommunisten“, der New York im Falle eines Wahlsiegs in eine „wirtschaftliche und soziale Katastrophe“ führen werde. Mamdani versprach im Wahlkampf Initiativen für ein „bezahlbareres“ Leben in der Metropole mit gut acht Millionen Einwohnern. Dazu gehören Reuters zufolge etwa Steuererhöhungen für die reichsten Einwohner New Yorks und ein Ausbau öffentlich subventionierten Wohnraums.
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