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Polizeieinsatz

Mann am Holocaust-Mahnmal niedergestochen: Mutmaßlicher Täter festgenommen

Am Freitagabend verletzt ein Mann einen 30-jährigen Spanier an dem Berliner Holocaust-Mahnmal schwer. Die Hintergründe sind noch unklar.

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Am Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin-Mitte ist ein Mann schwer verletzt worden.

Am Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin-Mitte ist ein Mann schwer verletzt worden.

© Marion van der Kraats/dpa

Am Denkmal für die ermordeten Juden in Europa in Berlin-Mitte ist am Freitagabend ein Mann von einem Mann niedergestochen worden. Wie die Berliner Polizei auf der Plattform X mitteilte, kam der Verletzte zur Behandlung in ein Krankenhaus. Nach Informationen der B.Z. handelt es sich bei dem Opfer um einen 30-jährigen Spanier, der nach einer Not-OP in „einem stabilen Zustand“ sei.

Noch am Abend wurde ein Tatverdächtiger festgenommen, wie die Polizei mitteilte.  Die Festnahme erfolgte demnach knapp drei Stunden nach der Alarmierung. Der Verdächtige sei auf Polizisten zugelaufen, als diese im Umfeld des Tatorts nach dem Täter suchten. „Die Person wird in ein Polizeigewahrsam gebracht und wird von den Ermittlern weiter vernommen“, sagte Polizeisprecher Florian Nath.

Kurz nach der Tat hatte die Polizei mit einem Großaufgebot nach dem geflüchteten Täter gefahndet. Drei Feuerwehrwagen sowie ein Dutzend Polizeifahrzeuge waren im Einsatz. Eine Feuerwehrleiter wurde ausgefahren, um von oben das Mahnmal auszuleuchten. „Wir fahnden mit sehr starken Kräften im unmittelbaren Nahbereich hier in Berlin-Mitte“, sagte Nath am Abend am Tatort gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Es habe keine Gefahr für andere Menschen bestanden.

Rettungskräfte mussten vor Ort jedoch mehrere Zeugen betreuen, die den mutmaßlichen Messerangriff mit ansehen mussten.

Das Holocaust-Denkmal des Architekten Peter Eisenman war im Mai 2005 der Öffentlichkeit übergeben worden. Mit dem Stelenfeld und einem unterirdischen Informationsort wird in der Hauptstadt nahe dem Brandenburger Tor an die rund sechs Millionen ermordeter Juden unter der Herrschaft des Nationalsozialismus erinnert. (mit dpa)

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