Kriminalität

Tödliche Messerattacke im U-Bahnhof Sophie-Charlotte-Platz: Täter in Lebensgefahr

Im U-Bahnhof Sophie-Charlotte-Platz stach ein Mann einen anderen nieder und verletzte ihn tödlich. Die Polizei musste auf ihn schießen. Am Sonntagmorgen gibt es neue Details.

Team News Christian Gehrke Carola Tunk Morris Pudwell Christian Gehrke/Carola Tunk/Morris Pudwell
3 Min
In Charlottenburg wurde am Samstagnachmittag ein Mann getötet.

In Charlottenburg wurde am Samstagnachmittag ein Mann getötet.

© Morris Pudwell

Ein Angreifer hat einen Mann bei einer Auseinandersetzung im U-Bahnhof Sophie-Charlotte-Platz in Charlottenburg erstochen und so tödlich verletzt. Die Polizei habe danach auf den Angreifer schießen müssen. Das bestätigte die Polizei der Berliner Zeitung. Nach Angaben der Feuerwehr wurde der Tatverdächtige lebensgefährlich verletzt und musste vor Ort reanimiert werden.  

Am Samstagnachmittag, gegen 16.15 Uhr, sei es zur Auseinandersetzung zwischen beiden Männer im U-Bahnhof Sophie-Charlotte-Platz gekommen. Darauf habe der ein 43-jähriger Mann ein Messer gezogen und auf einen 29-Jährigen eingestochen. Die Verletzungen waren so schwer, dass das Opfer im U-Bahnhof noch verstarb. Eine Reanimation sei erfolglos gewesen, so ein Polizeisprecher. Der U-Bahnhof Sophie-Charlotte-Platz gilt nicht als Messerverbotszone, wie die Polizei bestätigte.

Tödliche Messerattacke: Identität von Täter und Opfer unklar

Der 43-jährige Tatverdächtige sei dann mit gezogenem Messer aus dem U-Bahnhof in Richtung Schloßstraße geflüchtet. Mit dem Messer bedrohte der Täter dann die im folgenden Polizeibeamten, woraufhin ein Polizist mehrere Schüsse abgab. Der Angreifer wurde am Oberkörper verletzt. Nach erfolgreicher Reanimation kam der Tatverdächtige in die Klinik.   

Die Hintergründe sind noch völlig unklar. Offen war etwa, ob sich Angreifer und Opfer kannten. Auch die Identität des Opfers sind zunächst unklar. Die Identität des mutmaßlichen Täters und auch sein Zustand sind noch unbekannt.

Todesopfer lag noch Stunden auf dem Bahnsteig

Das Todesopfer der Auseinandersetzung im U-Bahnhof Sophie-Charlotte-Platz wurde am Abend abtransportiert. Über Stunden lag der Tote noch auf dem Bahnsteig, da die Polizei den Bereich als Tatort abgesperrt hatte. Die Gerichtsmedizin fuhr mit einem Wagen vor, ein Mitarbeiter schob dann eine Trage in den Fahrstuhl zum Bahnsteig der U12 in Richtung Warschauer Straße.

Etwa zehn Minuten später kam der Gerichtsmediziner mit der Leiche auf der Trage wieder nach oben. Der Tote wurde in den Wagen geschoben. Die Polizei hielt unterdessen Passanten davon ab, am Ort des Geschehens vorbeizugehen.

Auf dem Kaiserdamm wurde nach Angaben der Feuerwehr eine Betreuungsstelle für Betroffene eingerichtet. Hier kamen mehrere Menschen zusammen, die unter den Eindrücken des Geschehens standen. Sowohl die Feuerwehr als auch die Polizei kümmerte sich um die Leute, führten Gespräche, reichten etwas zu Trinken und baten weitere Hilfe durch die Psychosoziale Notfallversorgung an, wobei diese nicht in Anspruch genommen wurde. Zeitweise war auch ein Rettungswagen vor Ort. Eine Frau wurde aus der Betreuungsstelle zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Auch ein Polizist musste versorgt werden.

Der U-Bahnverkehr musste über mehrere Stunden beidseitig unterbrochen werden. Die BVG richtete einen oberirdischen Schienenersatzverkehr ein.

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