Prozess

Mann mit Messer tödlich verletzt: 33-Jähriger vor Gericht

Nach dem gewaltsamen Tod eines 35 Jahre alten Mannes in Berlin-Schöneberg hat der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter begonnen. Der 33-jährige Angeklagte so...

dpa
2 Min
dpatopbilder - ARCHIV - Ein Schild mit der Aufschrift "Angeklagter" wird auf die Gerichtsbank gestellt.

dpatopbilder - ARCHIV - Ein Schild mit der Aufschrift "Angeklagter" wird auf die Gerichtsbank gestellt.

© Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Der Angeklagte erklärte zu Prozessbeginn am Freitag vor dem Berliner Landgericht, er habe den Mann nicht attackieren wollen. Der 35-Jährige habe einen Streit begonnen, ihn beleidigt und eine Flasche in seine Richtung geworfen.

Die Anklage lautet auf Totschlag. Bei dem Geschehen am 2. Oktober vergangenen Jahres habe der 35-Jährige noch mit einem E-Scooter fliehen wollen, heißt es in der Anklage. Der 33-Jährige, der mit einem Fahrrad unterwegs gewesen sei, habe den Mann allerdings eingeholt und erneut angegriffen. Plötzlich habe der Angeklagte dem Geschädigten mit einem Messer in den Unterbauch gestochen. Der 35-Jährige sei am nächsten Tag in einem Krankenhaus gestorben.

Der 33-Jährige mit türkischer Staatsangehörigkeit war unmittelbar nach dem Geschehen in sein Heimatland geflohen. Seit Ende November befindet er sich in Untersuchungshaft. Der Angeklagte sagte nun, als er vom Tod des 35-Jährigen erfahren habe, sei er zurückgekehrt und habe sich in Berlin freiwillig der Polizei gestellt.

Er habe den Mann, den er seit längerer Zeit kenne, nicht umbringen wollen, so der 33-Jährige weiter. Als der 35-Jährige eine Flasche geworfen habe, sei ein Messer zu Boden gefallen - „ich bückte mich danach“. Der 35-Jährige sei dann auf ihn zugekommen. „Da ist es passiert.“ Was genau geschah, habe er allerdings nicht gesehen. „Es ging alles so schnell“, so der Angeklagte. „Ich dachte, es ist bestimmt nichts Schlimmes passiert.“

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es „vermutlich wegen mehrerer Betäubungsmittelgeschäfte“ zu einem Streit gekommen war. Dem widersprach der Angeklagte. Er habe „nichts mit Drogen zu tun“, erklärte er. Der Prozess wird am 8. Mai fortgesetzt.

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